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Kalle

VOC Meistertitel geht an…

Seit der 17. ADMV Janinas-Wedemark-Rallye am 17.08.2019 steht fest, dass Patrick Rodewald und Jacqueline Kaiser sich vorzeitig den Titel im Volvo Original Cup Deutschland 2019 sichern konnten!

Herzlichen Glückwunsch! Top performance!

Darüber hinaus führen Rodewald/Kaiser im 944 aktuell die Wertung im Schotter-Cup an! Also, weiterhin gutes Gelingen!

Details folgen!

Kalle

Schwung und Staub

Endlich war es so weit: Anreise nach Teterow zum 8. ADAC Bergring Rallyesprint. Dies für die Teams des VOC nicht unter 3-5 Stunden, bedingt durch die elendige immer-wieder-Stau-Situation im Land. Neun gut gelaunte, gar freudige Volvo-Original Teams reisen an. Rodewald/Kaiser mit 944, wie immer gut aufgeräumt. Gerstenberger/Borack mit 244 pünktlich und sauber vorbereitet, Litfin / Standke mit 944 ganz akkurat sowie Krause / Nenninger mit 244 und Fans. Tassilo Weiß und Sven Uhlrich sind auch da mit 944 al-a Dondo. Anja C. Frese mit 244 auch mal wieder vor Ort samt Steffi Fritzensmeier. Gianna Gernot mit 944; dann noch rechtzeitig am Samstag vor Ort, wobei Co Katharina Schröder bereits Freitag das Wichtigste in die Wege leitet.

Auf’n Punkt genau erscheinen Andreas Leue mit Sohn Markus (944 schon da, Dank an Silvio mit dem Skandix-Mobil!) und Jochen Walter mit Tim Schmidt am Ring. Wow! Das ist mehr als ein Fullhouse für den VOC. Silvio bemerkt im Vorfeld, dass am Leue-Auto in drei Tagen das vorbereitet wurde, was in den vergangenen drei Jahren hätte gemacht werden können. Andreas Leue lacht und weist auf ,just in time‘ hin, was in professionellen Kreisen als Meisterstück gewertet wird. Jochen hat den weißen 244 im Gepäck, der schon als verschollen galt, aber nun doch endlich wieder im VOC aktiv sein wird. Andreas 944 wurde, wie angedeutet von Silvio in Windeseile hergerichtet und steht seidig glänzend am Freitag Abend auf dem Platz und wartet ruhig auf den morgigen Tag. Mit ,ruhig‘ meine ich nicht den Ruhepuls – sowas hat ein Volvo nicht – der Ruhestrom ist kaum messbar, denn einzig die originale Uhr tickt. Das ist ein kleines rundes Ding, was mit Hilfe zwei unterschiedlich langer Zeiger, die sich im Uhrzeigersinn drehen und so theoretisch die korrekte Uhrzeit anzeigen.

Freitag Abend also Anreise, Camping-Equipement arrangieren, Begrüßung der Teams – das ist eher familiär und das nicht ausschließlich unter den VOC-Teams, denn die anderen Teams, die im Rahmen des Schotter-Cups antreten – naja, man kennt sich und trifft sich mit Vorliebe genau hier am Bergring. Also noch n Schnack und ne Bratwurst – Sonne geht unter… Sonne geht auf und schnell n Kaffee o.Ä. und die Strecken können besichtigt werden. Denkt man nun es sind ja Rundkurse und der Co kann lächelnd rausgucken? Das kann funktionieren, aber deutlich besser läuft es, wenn der Co punktgenau im Thema ist und somit der nötige Schwung aufgebaut und mitgenommen werden kann. WP 1 startet um 12.00 und der Trabi legt vor. Es geht den Ring links herum, wie das Moped fährt. Muss man hier einfach mal anmerken: vier Volvos überbieten deren Zeitvorgabe nicht.

Aber, weiter vorne: Rodewald/Kaiser jagen Walter/Schmidt 3 Sekunden ab. Die Leues treten drauf, als ob es nie eine dreijährige Pause gegeben hätte und Gerstenberger / Borack sind echt gut drauf. Auch Tassilo und Sven nehmen dem Trabi 4 Sekunden ab. Weiter hinten entwickelt sich dennoch Spannendes. Litfin vor Frese, die knapp vor Gernot und vor Krause. Gut, man will ja nicht gleich Blödsinn anstellen, es könnte ja dies oder jenes sein – ein Afrikanischer Elefant könnte urplötzlich hinter der Kuppe im Weg stehen? Es staubt und das erschwert durchaus die Sicht. WP 2, wie üblich nicht über den Ring, sondern Richtung Arena und zurück mit dem U. Das ist genial für die Zuschauer, um in Augenhöhe die Driftkünste der Teams unter die Lupe zu nehmen. Weiß / Uhlrich im 944 als 5. Volvo Original im Ziel. Das läuft doch gut für den zweiten Ausflug! Litfin nimmt Frese 2.5 Sekunden ab und Krause bastelt sich 6 Sekunden hinter Gernot / Schröder ins Ziel. Nur noch zwei Volvo knapp hinterm Trabi.

Jo, wir werden wach, wir werden warm. Es wird entgegen der Wetterprognose eher sehr warm und solch 2.3l Aggregat hat eine Wasserkühlung, die wiederum mit Luftdurchsatz gekühlt werden will. Das technische Wunder der forcierten Luftkühlung des Wassers, fällt bei Anjas 244 immer wieder aus und auch bei Tassilo zeichnet sich hier Gezicke dieser unsensiblen Technik ab.

Bei den Teams, die nicht an Afrikanische Elefanten auf dem Bergring glauben, entbrennt eine geniale Sekundenjagd: Walter 4.8 Sekunden vor Rodewald. 2.5 Sek dahinter Leue und Gerstenberger 1.2 Sek. dran. WP3 folgt dem Ring noch einmal links herum. Jochen ganz knapp vor Andreas und Martin 0.5 Sekunden dran, dicht gefolgt von Patrick. Das zeigt mir, dass man sich einen 244 nicht schön-saufen muss, der kann, so Fahrer und Beifahrer bei der Sache sind und etwas Geschick an den Tag legen im 17. Rallyejahr artgerecht und fröhlich angasen.

Derweil entsteht in der Antarktis durch die üblichen, aber heuer sehr massiven Waldbrände mehr CO2 als eine Industrienation im Jahr auswirft. Und das, kurz angemerkt zum Feinstaub: Am Bergring gibt es feinen Staub; gar viel davon, aber Feinstaub im wissenschaftlich korrekten Sinn wird von einem VOC-Auto nicht wirklich produziert, das sei den Euro6-Diesel und Nachfolgemodellen vorbehalten. Auch WP 4 gehört noch zum Vorgeplänkel. Noch einmal gen Arena und zurück. Krause / Nenninger erzählen von Krytonit, was vermutlich in dieser WP ausgelegt ist (das ist ja noch wilder als das mit den Elefanten) aber sie haben aus den Vorrjahren hier gar einen Totalausfall im Sinn. Dennoch arbeiten sie dran die bremsenden Geister nachhaltig auszublenden und zur Sicherheit wird das Urlaubsfeeling abgelegt, um mal Fakten zu schaffen. Das besagte Kryptonit haben Litfin, Frese und Gernot noch gar nicht bemerkt und steigern sich sutche.

Rodewald, Walter und Gertenberger sind hier eher n Hauch moderater unterwegs als in der Vorrunde. Die Leues basteln gar 8 Sekunden drauf. Hier irgendwo müssen Weiß/Uhlrich die Segel streichen wegen der Sache mit der Motortemperatur. Ach, hätten wir doch endlich Elektroantriebe, dann wäre das (vordergründig betrachtet) nicht das Problem. Der feine Staub legt sich zur Pause mangels einer Brise nur zögerlich und die Tagestemperatur steigt an. Es ist recht sommerlich temperiert am Bergring. Das Vorgeplänkel war ja bereits lecker, aber nun geht es den Ring rechts herum in großer Runde der Bergring mit Hechtsprung, dann gen Arena und zurück. WP 5/6 stehen an.

In WP 5 langen Martin Gerstenberger und Heiko Borack voll zu und nutzen Alles! was an Schwung erzeugt werden kann. Bestzeit in der VOC-Wertung! Martin freut sich wie ein kleiner Junge und schildert, wie er jeweils mit Versatz, kontrolliert weniger die saubere Linie verfolgt, sondern blank den Schwung mitnimmt. Sie hätten gar keine Schnitzer gebaut erzählt er zufrieden grinsend. Ganz nah dran Patrick Rodewald / Jacqueline Kaiser, die bereits ihren Rythmus gefunden haben. Sehr Knapp dran Jochen Walter und Tim Schmidt, die hier die bemerkenswerteste Landung im 244 vorführen. Ach ist das schön, dass ein 244 eine Hechtsprunglandung unzart auf der vorderen Stossstange aufkommend, ohne weitere Diskussion zeigen und wegstecken kann.

Die Leues sind relativ gesehen etwas vorsichtiger oder gar schlauer. Sie bringen dennoch das Gefährt zeitnah ins Ziel. Anja C. Frese wird endlich aktiv und das nicht zuletzt Dank der fordernden Ansagen von Steffi Fritzensmeier, um den Blödsinn mit den Elefanten auszublenden. Schon besser. Wir wollen gar nicht hören, ob da zuvor eventuell rosa Elefanten anwesend waren. Jörg Litfin und Petra Standke kommen gut durch, waren bislang 7,8 Sekunden vor Anja und verlieren hier 9 Sekunden. Es wird spannend im hinteren Feld der Volvos, denn auch Jürgen Krause und Philpp Nenninger besiegen einige der Dämonen und vergolden das Feld von hinten. Das klingt albern, aber wer nun den Bergring einmal auf Zeit gefahren ist und annähernd bei Verstand bleibt, kann dem folgen.

WP6 – Gemäß der Startfolge des Schottercups entscheidet sich zunächst, dass Litfin in WP6 zu Frese 3 Sekunden heraus fährt. Die Argumente von Anja mit dem größeren Kieselstein und sonstwas, das wollen wir hier gar nicht hören. Das erwirkt fast 2 Sekunden im Gesamt an Vorsprung. Krause arbeitet erfolgreich an der Bewältigung der Zögerlichkeit und behält die Nase vor Gernot.
Proteste gegen das vorliegende Ergebnis des 5. Laufes zum Schottercup 2019 sowie 6. Lauf des VOC 2019 richte man, nach Entrichtung des vorgesehenen Protestgeldes, gut fomruliert an die zuständige Instanz.

Wir haben Team Fritsch und Team Erndl vermisst. Aber manchmal passen Raum, Zeit und diverse Geschehnisse nicht so zusammen, dass man sich dem Rallyetreiben am Bergring widmen kann. Schön den alten Künstler Jochen Walter gesehen zu haben sowie den alten – quatsch, schnell wie ein junger Hase Andreas Leue. Wunderbar, dass Patrick Rodewald als junger Kerl eine feine Kostprobe seiner bislang top-VOC-Saison zeigt. Nicht ganz nebenbei angemerkt übernehmen Rodewald/Kaiser aktuell die Führung im Schotter-Cup 2019 ein! Weder alt noch jung führt Martin Gerstenberger den ,Alten‘ artgerecht aus und wird einige Wochen ein wundersames Grinsen durch den Alltag tragen. Erwähnenswert, gar bemerkenswert Jeffrey Wiesner mit Marcel Eichenauer, die im ,bösen‘ Volvo al-a Dondo wahre Rallye-Kunst vorführen. Sie erreichen das Ziel nicht. In der letzten WP versagt, bestimmt aus massivem Grund ein Teil des vorderen Fahrwerks und sie bleiben an einem der blöden Tore Eingang Arena abrupt hängen.

Sehr schöner Rallyesprint! Dank an den Veranstalter und die vielen Helfer, die es uns, den VOC- und den Schotter-Cup Teams ermöglichten hier detaillierte Studien zu feinem Staub und der Sache mit dem Schwung durchzuführen.

Bis Gleich, Euer Kalle

Nächste Rallye am 17.08.19 – Janinas Wedemark Rallye in Mellendorf.

Bilder: Cornell Hache und Stephan Metzker

admin

Newsticker

Am 13.07.2019: Bergring Teterow

Leider konnten wir zur Neuruppin keinen Bericht liefern. Wir bitten um Nachsicht!

Hägar

VOC zu Gast in Bayern

Also, keine Räuberpistole, sondern ein Bericht obwohl die Wälder des Baron von Aretin sich trefflich als Kulisse für eine solche eignen würden, tief und dunkel wie sie sind.

Berichtet wird aus der Sicht zweier (Ober-)Bayern in (Nieder-)Bayern, also sozusagen ein Heimspiel. Nebst zwei älteren (Ober-)Bayern noch ein Familienteam aus Bayrisch Schwaben, welches man sehr lange nicht im VOC gesehen hat – die Mayrs mit dem 244. (kl. Anm. der Red.: Es gibt riesige Unterschiede bei den Bayern, die wir jetzt als gegeben hinnehmen und bei anderer Gelegenheit den Nordlichtern erklären.)

Die Mayrs berichten: Unser erster Anlauf nach etwa 3 Jahren mal wieder in Deutschland zu fahren. Alfred Gorny hatte für dieses Jahr versprochen Fahrzeuge nach Anhang K mit HTP-Pass in die Ausschreibungen zum Schottercup mit einzubeziehen. Offensichtlich endlich mit Erfolg: Die TK’s waren begeistert. Weder an den Papieren noch am Fahrzeug gibt es Beanstandungen. Die Mayrs, die sonst in Schweden unterwegs sind finden etwas über 25 WP-Kilometer über den ganzen Tag verteilt „a bissel was anderes als 25 Kilometer in EINER schwedischen Sonderprüfung“ – aber wollen wir mal ganz bescheiden anfangen. Drei verschiedene WP je zweimal zu befahren, 67 Starter insgesamt, vier Volvos im Cup stehen am Start.

Tapfer von weit her angereist Gerstenberger, diesmal mit dem anderen Heiko (Heiko Schmidt) auf dem heißsen Sitz und dem maus-grauen 244. Natürlich nicht zu vergessen Rodewald/Kaiser mit dem 945, ebenfalls von weit her und wie immer bis in die Haarspitzen motiviert den VOC Titelkurs zu halten. Haarspitzen: Dabei fällt auf, hier sind die älteren Teilnehmer klar im Nachteil, mangels derselben.

Die angenehme Kühle des Vormittags bei der Besichtigungsrunde weicht zum Start einem strahlend sonnigen Mittag und Nachmittag mit Temperaturen, zumindest in der Sonne jenseits der 30 Grad.

Doch nun auf in die Wertungsprüfungen in den adligen Gehölzen, zuvorderst WP1 Schöfbach, wo Rodewald/Kaiser deftig vorlegen, dahinter Gerstenberger,
wiederum dahinter die Mayrs. Dort gibt es in der zweiten Kurve Differenzen zwischen Dichtung und Wahrheit. Macht die R2-3 nun „zu“ oder nicht.
Der morgens von Siggi diktierte Schrieb sagt nichts davon. So führt der Streckenverlauf zu einem untersteuernden Ausflug in einen Erdwall. Es soll dort sogar kurz der Motor des 244 verstummt sein, wie man munkelt. Die Mayr-Variante lautet hierzu, dass Ihnen ein bisschen die Straße ausging – und dann der Motor. (Die als freie Interpretation des Lektors). Zuletzt laufen Erndl/Bernöcker ein, wie so oft noch nicht ganz wach und der Fahrer zudem vom eingeklemmten Ischiasnerv genervt.

Weiter zur WP2 Hohe Strasse, die leider wegen eines schweren Unfalls anulliert werden muss, also wird zur WP3 Donaukies durchgestartet. Die altbekannte Kiesgrube steht an. Hier schlägt das Mayr’sche Familienimperium zurück und setzt sich an die Spitze, gefolgt von Rodewald, Erndl, Gerstenberger. Das Ding macht Laune, staubt aber arg.

Die mehr als einstündige Zwischenpause sah Rodewald/Kaiser mit knapp 9 Sekunden Vorsprung vor den Mayrs, Gerstenberger/Schmidt und Erndl/Bernöcker.

WP4 Schöfbach zweiter Durchgang sieht wieder die Mayrs knapp vorne, dahinter Rodewald, Erndl und dann Gerstenberger, wie gehabt.

WP5 Hohe Strasse zweiter Durchgang, jetzt wird es ernst, die längste und unumstritten anspruchsvollste Prüfung der Veranstaltung. Es wurde im Vorfeld schon viel geraunt von Bäumen, die gar in Aussenspiegel-Nähe an der Strecke stehen und Kuppen mit Versatz, die noch jedes Jahr ihren metallenen Tribut
gefordert hätten. Fast schon naturgemäß hier in Führung Rodewald, der Jugend ist die Angst als solche fremd. Dahinter reihen sich die Mayrs ein und mit gehörigem Respektsabstand Gerstenberger und schliesslich Erndl. Das letzere Team testet das mit den Aussenspiegeln – und ja, im Ziel gibt es den Verlust des Fahrerseitigen zu beklagen.
Die Mayrs bezeichnen diese WP gar als Sahneteilchen, das müsse man den Niederbayern schon lassen.

Finale: wieder die Kiesgrube, die nochmal die Wertung durcheinanderwirbelt. Doch der Reihe nach: Die Mayrs vorne, dahinter Erndl (beim Finale endlich
wach), dahinter Gerstenberger und am Ende Rodewald. Was war da los? Die Fehlerstatistik ist in wohl allen Rallyeteams deutlich linkslastig, das heißt in der Mehrzahl der Fälle macht der Fahrer einen Fehler. Das hier war jedoch einer der wenigen anderen Fälle. 4 Min zu spät gestempelt schaufelt volle 40 Strafsekunden aufs Konto, somit geht die Chose zugunsten des aus der grossen Rallyewelt mal kurz gastierenden Mayrs aus.

Gerstenberger/Schmidt überglücklich über den zweiten VOC Rang, gesamt eine Sekunde dahinter Erndl/Bernöcker. Im Vorjahr gings andersrum, 1,7
Vorsprung für Erndl – also in der Mittelklasse-Liga erstmal quitt.

Die Mayrs berichten: Das Arentin´sche Bier haben wir zwar nicht probiert, aber Speis und Trank wurden unermüdlich von Helfern aufgetischt, der
selbstgebackene Kuchen ebenso ständig nachgeliefert und die Preise waren gastfreundlich. Viele Helfer, die der nachmittäglich brennenden Sonne, dem
Staub und den Steinen, beispielsweise in der Kiesgrube ausgesetzt waren. Sie erledigten ihre Jobs perfekt und so war das eine wirklich runde Sache!

Wir freuen uns auf die 19. Emmersdorfer Baron von Aretin Rallye in 2020 !

Hägar

Mir wurde zugetragen, dass am 13.04.2019 der zweite Lauf zum VOC 2019 statt findet. So habe ich umgehend meine Spione ausgesandt, um Euch berichten zu können. Bei winterlichen Temperaturen reisen sieben hochmotivierte VOC Teams an. Gianna Gernot mit Katharina Schröder, Jörg Litfin und Petra Standke sowie Jürgen Krause und Philipp Nenninger mit Goldi. Erstmals dabei Nick Loof mit Cord Loof. Im Gepäck haben sie den neu aufgebauten 940 GL. (GL wie „ganz langsam“?) Zur Butn und Binnen, knappe drei Wochen zuvor hatten sie diese wunderbare Rallye auf dem IVG-Gelände als Testlauf in Angriff genommen. Leider hat dort das als unverwüstlich versprochene Aggregat (gemeint ist der Sauger im vordern Bereich des Volvo Original, der Benzin verbrennt, dazu frische Luft ansaugt und dadurch Vortieb an einer ungesperrten Hinterachse erzeugt) nicht einmal die erste Prüfung mitmachen wollen. Aber jetzt!

Dieser Exkurs zur Funktionsweise eines Verbrennungsmotors ist heutzutage angebracht. Der Verbrennungsmotor wurde 1879 von Carl Benz zum ersten mal in Betrieb genommen und er läuft in diversen Weiterentwicklungen bis 202x (oder 204x?). Dies üblicherweise in einem Automobil. Dies am Rande bemerkt für die nachkommenden Generationen, die evtl. den Schilderungen hier nicht folgen können. In Kürze soll der Vortrieb von Aggregaten mittels Elektrizität (woher auch immer) erfolgen. Dann ist eine 1.25 m lange Motorhaube (wie schön ist das denn?) nicht mehr sinnvoll, um für den Verbrennungsmotor, den es in zig wundervollen Geräusch-Varianten gibt (gab? – manche sprachen gar von „Sound“) dort Schutz vor Wind und Wetter zu erhalten. Also Schutz für den Motor und zur Not für Marder, etc. Das müsste doch nachträglich ’nen Öku-Pluspunkt geben?

In ihrer alten Heimat dabei Martin Gerstenberger und Heiko Borack, die den „Alten“ über den langen und dunklen Winter nachhaltig auf Stand brachten. Patrick Rodewald und Jacqueline Kaiser haben die Zeit seit der Wittenberg sportlich genutzt, um hintenrum wieder adrett am Start stehen zu können. Wer noch? Achso, Stefan Erndl und Thomas Bernöcker berichten: Nordhausen – das Wort impliziert ja schon, dass es für uns, die wir aus dem Süden (=Bayern) kommen, weit weg ist. Anreise kurzfristig in Frage gestellt, da das Zugfahrzeug beim Gasanlagen-Spezi steht und nicht betriebsbereit ist. Also, muss der arme alte Emil ran, 740 Limo im Endverbrauchsstadium mit satten 113 PS – problemlos, dafür lieben wir sie, die ollen Schweden, der hier das ihm aufgetragene Werk einfach abarbeitet.

Frühmorgens erreichen mich Bilder von den wunderschönen Wasserkristallen, die sich eiskalt um die Boliden schmiegen. Jetzt kein Gezicke, einfach die Bude sachte starten und die Prüfungen besichtigen. Ca. 11.30 geht es los. Erndl/Bernöcker legen los und berichten: Wer in den Annalen (=chronologisch geschichtete Aufzeichnung) blättert, sieht: Nordhausen, Volvo, Erndl/Bernöcker: gute Konstellation. 2010: Zwei Mittvierziger im Ex-Hühnerbaron-Auto, Resultat Platz 2 hinter dem damaligen Jungstar Philipp Knof. 2019: Zwei Mittfünfziger, wieder im Volvo 740 und wiederum diverse Jungstars dabei… wiederholt sich Geschichte? Macht summa summarum auf der WP 1 die VOC Bestzeit. Das passt schonmal.

Rodewald/Kaiser berichten auch von WP 1: Start … und sie zählen 1, 2, ??. Der dritte Gang streicht zeitnah die Segel. Junge Rallyefahrer sind gerne sturer als das alte Maultier von Bauer Harms und sie beschließen das Problem zu ignorieren. Gerstenberger/Borack kommen ganz gut in Gang und die Loofs sind knapp dran. Krause/Nenninger verbasteln sich ein wenig und sind dennoch mit Freude unterwegs. Litfin/Standke sind scheinbar noch im Testmodus, so auch Gernot/Schröder, die sich sicherlich, da zweite Rallye zusammen und mit den Erfahrungen von Wittenberg im Gepäck sich sachte rantasten wollen. WP 1 ergibt diese Zielankunft: Erndl/Bernöcker, Rodewald/Kaiser, Gerstenberger/Borack, Loof/Loof, Krause/Nenninger, Litfin/Standke, Gernot Schröder. An sich zieht sich der Tenor der ersten Prüfung durch die gesamte Rallye, nur dass bei 1., 2., 3., 4. spannende Variationen denkbar sind.

Zu WP 2 berichten Erndl/Bernöcker: das ist nix für ältere Herren, die ein wenig langsamer schauen und schon ist die Prüfung vorbei, ehe sie richtig angefangen hat. Passt trotzdem. Hier haben Rodewald/Kaiser um 0.3 sec die Nase vorn. 0.6 sec nach Erndl sind Gerstenberger/Borack im Ziel und 2 sec darauf die Loofs. Krause/Nenninger halten Litfin/Standke hinter sich und sie genießen die Ausfahrt. Doch WP 3 zeigt klar: Bayrische Volvos lieben die Freiheit und nicht das Gehege. Aus der Sicht des Erndlschen Getriebes: Start, 1., 2., 3. Gang… und der Fahrer hat den Bremspunkt vergeigt, Rückwärtsgang. Somit schon mal 10 sec auf Patrick und 15 sec auf Martin liegen gelassen.

Regrouping, Bratwurst, Smalltalk und weiter gehts.

Erndl berichtet: WP 4, ja das Ding taugt! Wieder schnellster VOC und 24. im Gesamt und vor allem und das ist viel wichtiger: Endlich klappt der nahtlose Drift der Doppel-Links-zwo unter der Autobahnbrücke, 10/10 in der B-Note. Das ist uns alten bayrischen Säcken ein Plaisir. Rodewald legt hier 10 sec drauf. Gerste noch einmal 11 sec und Loof schnappt sich Gerste um 0,4 sec. Gerstenberger berichtet von der Autobahnbrücke und dem Getüdel da drunter. Loof überholt derweil noch einmal Gernot/Schröder. Krause/Nenninger machen fröhlich ihr Ding und sind in Sichtweite. WP 5 wie 2, zu kurz, um warm zu werden – berichten Erndl/Bernöcker. Gerstenberger/Borack erster, dann Rodewald und Loof 1.1 sec dran. Eh‘ schön, was die Jungs da zeigen! Spätestens in WP 6, dem Gehege, das wie vor benannt kein Wohlfühlterrain für bayrische Elche ist, liefern, fern ab von der VOC-Wertung Wiesner/Eichenauer im 940 eine traumhaft gute Show!

Das Ergebnis: Erndl/Bernöcker zwar nur 0,4 sec hinter der Jugend, aber im Vollbesitz aller Getriebeübersetzungen, dafür mit deutlicher ausgeprägtem Selbsterhaltungstrieb (vulgo: Angst) auf Platz 2 gefahren und dabei viel Spaß gehabt. Der Volvo völlig ohne Schäden, muss nur gewaschen werden. So mögen wir, die alten Bayern mit den alten Elchen, die Rallyefahrerei. So berichten Erndl/Bernöcker lachend. Rodewald/Kaiser, dem Ansinnen eines Maulesels folgend (gemeint ist das Umgehen mit dem fehlenden dritten Gang, also das Problem erfolgreich auszublenden). Sie sind Sieger in der VOC-Wertung! Erndl/Bernöcker, wie gesagt Zweite und Gerstenberger/Borack Dritte. Die beiden ärgern sich noch ein wenig wegen der kunstvollen Schnörkel unter der Autobahnbrücke. Aber wir wissen, dass diese Nuancen der Erinnerung verblassen und der Spaß zu der Veranstaltung bleibt.

Neue Rallye, neue Attacke gegen die Uhr.

Nächste VOC taugliche Rallye am 27.04.19 in Neuruppin.

Bis gleich, Euer Kalle!

Fotos: Sascha Graf, Simon Stäudten, Cornell Hache und Siehe (c) 2019 „#?“ …

Kalle

Newsticker

12.04.2019 – Anreise, Papierabnahme und technische Kontrolle laufen bereits.
Morgen, am 13.04.2019 startet die 49. ADAC Roland-Rallye in und um Nordhausen. Infos wie/wo/wann Zuschauen geht, seht Ihr auf den Webseiten des Veranstalters: Nordhäuser MSC. Am Start, so der Plan: acht Volvo Original. Wir wünschen den VOC-Teams riesig viel Spaß und gutes Gelingen bis inklusive zum Ziel der Rallye!

… das mit der „Vernunft“ ist in Gedenken an Friedrich Schiller als Topic eingeflochten – denkt nach oder lasst es sein.

Och, Kalle, was n das für n Mist jetzt? … ganz sachlich dem Anlass folgend: Glaubt mir! Wat? Glauben soll ich? „Hab‘ gehört, dass…“ Ihr versteht das nicht? Dann folgt den ,neuen‘ Medien. Oder, wollt Ihr Fakten? Hehe, hier nur das Resumee in wirrer Prosa.

Es begab sich zu der Zeit als der MSC Wittenberg im Jahre 2019 zur Rallye einlud und die Schotter-Cup-Fahrer sowie die Volvo-Cup-Fahrer der Einladung zur Teilnahme folgten.

Die Fakten: Wetteransagen leicht hysterisch, wie heutzutage üblich: Sturm, Starkregen! (?) Es reisen zum ersten Lauf des VOC 2019 sechs VOC-Teams an. Silvio Mollitor als Vorrauswagen im 244 von Jörg Litfin. Die 0 macht ne gute Show und lässt alles Ganz und bringt das Ding freudig-souverän, G wie „ganz vorsichtig“ und zügig ins Ziel.

Das neue Damenteam Gianna Gernot mit Kathrin Schröder ist im himmelblauen 944 als G-Auto am Start. Neu dabei Tassilo Weiß im lecker neu aufgebauten 944, irgendwie zum verwechseln ähnlich mit dem bösen Volvo von Jeffrey, der nicht im VOC startet, aber da ist. Dann, ganz entspannt am Start Philipp Nenninger und Jürgen Krause mit Goldi. Der 244 kommt frisch aus der Winterwellness und hat etwas Schminke aufgelegt. Patrick Rodewald mit Jacqueline Kaiser sind im 944 auf G getrimmt vor Ort. Wir sind total gespannt auf das, was kommen wird.

Kalle, also ich, guck mir das life an und stehe in WP 1 an einer Links 2. Bin etwas enttäuscht. Der Acker, wo ich stehe ist vermutlich erst vor drei Tagen frisch gejaucht worden. Vermittelt einen Hauch von Landluft in Waldnähe. Da viel frische Luft (=schön) bewegt wird, durch diverse kleine Windböhen, die anliegen, verfliegt der Duft jeweils schnell. Kein Regen.
Jeffrey hat Motorprobleme und so gelingt die Links 2, die ich grade angucke nicht so schön. Hmpf. Er hält, da Motor zickt etwas weiter hinten im Acker, deutlich ab von der Strecke, also im sicheren Bereich an. Später gibt er angenervt auf. Schade! Aber wenn das Zuchtviech jetzt nicht laufen mag, dann ist halt erst einmal Feierabend. Besser läuft es bei Litfin/Standtke, die ihren ersten Ausflug mit dem leckeren Ex-Beck-Auto machen. Hört sich gut an – G wie guter Sound. Vorsichtig tasten Jörg und Petra sich an das 9er-Fealing heran. Die 9er-ultra-Sänfte kann was, da bin ich mir sicher. Ihr ESP, ASR und Infotainment Freaks, könnt mir folgen? Mir egal, lest weiter, wenn Ihr Euch traut!

Nenninger/Krause stecken gleich in WP 1 fest, kommen aber wieder in Gang, dank der Wittenberger Zuschauer (!) und lassen locker 45 Sekunden oder eher mehr liegen. Die aus der Historie bekannten, wilden Geschichten zur Rallye Wittenberg mit Schnee, Eis und mächtig viel Blechschaden kommen scheinbar dieses Jahr, wegen des Klimawandels (ist das so?) ganz weich gespült daher. Windig ja, Schauer bleiben bis zum Ziel weitgehend aus. Doch recht glitschig ist besonders der schwarze Sand. Andere deuten den Sand als Erde, wo die Natur was mit anfangen kann (=Evolution) – Ja, die Evo. Die sind auch da. Kommen angefolgen, bremsen recht spät, fahren mit bemerkenswerter Technik rum um die Links 2 und geben dann Feuer. Das sollte man im Gesamtwerk betrachten, beispielsweise im aktuellen Video von McRallye.
Auch Rodwewald überzeugt mich in dieser Kurve nicht. Es kann, so damals Rainer Keck’s Worte nicht jede Aktion (=Kurve) wie aus dem Lehrbuch gelingen. Das ist Rallye, da sich die Strecke, wie von Geisterhand minütlich wandelt und immer neue Herausfoderungen, ein schnelles Erkennen und die richtigen Re-/Aktionen abverlangen.

Im Regrouping kursiert die Story, dass sich zwei Volvos auf WP 2 sehr unglücklich trafen. Blechschaden. So etwas gab es hierzulande in der VOC-Historie seit den jungen 2000er Jahren noch nicht, so meine Recherche. Ein Volvo im Stehen nach Dreher, der andere etwas später im Anflug. Sehr, sehr ärgerlich. Eine Bewertung oder Beschreibung findet hier nicht statt, denn ich war nicht vor Ort. Es gibt klare Regeln im Rallyesport und eine große Vielfalt an Situationen auf der Strecke.

Die Organisation der Rallye ist gut und alles läuft wie am Schnürchen. Strecken gut. Der neue Tassilo mit 944 und Co lernen schnell, wie man ein VOC-Auto bewegen kann. Bin jetzt, nach erfrischendem Fußmarsch an WP 4 bei dem „Sprung“. Die alten Hasen fummeln sich durch und haben, so Goldi und Silvio viel Spaß. Irgendwann platzen, bei passender Gelegendheit Teile der Goldi-Schminke ab. Nun, eine Rallye Wittenberg, auch wenn sie dieses Jahr eher flauschig daher kommt, es ist dennoch kein Kaffeekränzchen-Ausflug, wo sich alle vordergründig lieb haben und über Törtchenreste am Ärmel spaßen.

Bis gleich, Eurer Kalle!
P.S.: heute der etwas böse Kalle, immer gerne mal .-) (<- zwinkernder Smily)

Fotos: ACF, professionelle Fotos weitläufig im Netz verteilt und hier welche von Cornell Hache.

Frühlingsgefühle kommen spätestens dann auf, wenn man an die erste Rallye der VOC-Saison denkt oder sie in Vorbereitung hat. Traditionell ist dies die Rallye Lutherstadt Wittenberg. Man weiß nie wie sie daherkommt, eisig, nur etwas frostig oder extra matschig. Alfred Gorny deutet das Wetter so: „… soll es nach der Vollmondnacht etwas kühler und feuchter werden. Es bleibt mild, ein Wintereinbruch ist laut Wettervorhersage nicht zu befürchten.“ Wittenberg 2005:

Die neue Saison im VOC 2019 und deren Läufe folgen im Wesentlichen denen des Schotter-Cup. Unter Volvo Original Cup findet Ihr unseren Kalender in der Rubrik Volvo Cup. In Wittenberg wollen sich bekannte, alt bekannte und neue Teams einfinden. Die Gerüchteküche brodelt, aber wir gucken einfach mal, was da an neuen Teams anrollt. Zu den Fakten: Jörg Litfin und Petra Standtke wollen mit dem vormals Charlie Beck Auto an den Start gehen. Jörg war damals, zu Anbeginn des Volvo Original Cup in Deutschland bereits nachhaltig aktiv. Auch von der RSG Neuruppin dabei sind Gianna Gernot mit Katharina Schröder im himmelblauen 940. Gianna hatte 2018 ihr Debüt. 2005 und 2013:

Mit dabei „Goldi“, der goldene 244 von Jürgen Krause und Philipp Nenninger. Und gemeldet zum Start haben sich Patrick Rodewald und Jacqueline Kaiser im 940 VOC. Patrick tobte bekanntlich letztes Jahr fulminant mit dem weißen 242 durch die Rallyescene. Im Vorauswagen ist Silvio Mollitor mit dem 240 von Jörg Litfin am Start. 2014 und 2015:

Silvio betreut seit Jahren speziell während der Rallyes mit dem „Skandix-Bus“ die VOC-Teams. Der Skandix-Bus ist vollgepackt ist mit Skandix -Ersatzteilen und er steht immer parat im entscheidenen Moment mit Rat und Tat – und mit den, je Situation hilfreichen Ersatzteilen parat.
Weitere Teams, können möglicherweise erst im Laufe der Saison einsteigen. Wir rechnen fest mit Martin Gerstenberger und Heiko Borack im 244, mit Hagen Fritsch im neuen 740, Stefan Erndl im 744, mit Anja C. Frese als Restart nach „kleiner“ Pause, mit Neulingen im VOC wie Sören Nicolaus mit Norman Standtke (beide der RSG Neuruppin zugehörig) und Thomas Johannhardt. Auch unser Cup Chef Jochen Walther wird sich, so seine Zeitplanung das erlaubt hie und da blicken lassen oder gar zur Tat schreiten. 2016:

Wer als Zuschauer dabei sein möchte, kommt spätestens Samstag früh nach Wittenberg – die Lutherstadt Wittenberg ist immer ne Reise wert. Ihr guckt unter MSC Wittenberg. Wenn Ihr flexibel seid und den Weg zum Rallyezentrum findet, gibt es dort Programmhefte, die alles erklären und mit Sicherheit viele freundliche Menschen, die Euch helfen die Zuschauerpunkte zu finden. Am Rallyezentrum klärt sich auch, wo man die Teams und die Autos angucken kann, wie sie am Start stehen oder noch in den Vorbereitungen sind. 2017:

Darüber hinaus könnte Ihr Details zu den Volvo Original, die eingesetzt werden und das wie/wieso/warum vor Ort erfragen.

Bis gleich, Euer Kalle

Bilder aus dem Archiv, u. A. www.rallyebild.de, Simon Stäudten, rallyefieber