16. ADAC Rallye Buten un Binnen
42. ADAC Visselfahrt

Am 30. Juni 2007 trafen sich ein paar Volvos, um ausserhalb des Cup ein wenig in dem verrĂŒckten Wald bei Liebenau die Bunker und BĂ€ume an sich vorbeisausen zu lassen. Dass das nicht immer ganz nach Plan funktioniert ist ja klar. Team Holger Knöbel kam in gewohnter Ausstattung, also mit Volvo und Stefanie Fritzensmeier angereist. Jörg Steffensmeier reiste an mit dem weissen 244 und mit Ann-Kristin Rassenhövel, die zu ihrer zweiten Rallye als Co antrat.

Zwei der neuen Teams trauten sich ins schrĂ€ge GelĂ€nde: Das Hamburger Team Timo Stoll mit Florian „Floh“ Eichler als Co-Vertretung. Floh ist eigentlich auf das Schrauben spezialisiert. Timo wird sich gedacht haben: wer in 3 Wochen einen Volvo Rallye tauglich aufbaut, kann auch schnell genug vorlesen? Des Nachts kurz vor der Anreise wurde noch (sicherlich aus dringendem Anlass) eines der Federbeine am 740 getauscht. Auch die Berliner Jan Bernstein und Andreas Schulz trauten sich an den Start. FĂŒr Jan die zweite Rallye und fĂŒr Andreas die erste. Hut ab, denn die Örtliche Szenerie fĂ€llt nicht wirklich in die Kategorie: recommended for Beginners.

Ein Knöbel stĂŒrmt natĂŒrlich sogleich unbefangen los, besonders wenn es wunderbar schmierig ist, und nicht zuletzt weil es auch ein wenig aus großen Eimern schĂŒtten musste. In der ersten veranstaltung lief alles super, so Steffi. Fragen, die bezĂŒglich des Mercedes-Benz, 190E aufkamen hatten sich fix zu Gunsten des Team Knöbel entschieden. Team Steffensmeier fand das Wetter zur Visselfahrt massiv doof und sie starteten somit verhalten in den Tag. FĂŒr Ann-Kristin gilt auch an dieser Stelle, tolle Leistung, denn diese schnellen, flĂŒssigen Folgen von Kurven, Ecken und sonstigen TĂŒcken passend vorzulesen ist, selbst fĂŒr erfahrene Beifahrer eine Herausforderung. Steffensmeier sagte was von einem „Aha“-Erlebnis. PlĂ€tzlich kam ihm die Idee: hier und jetzt frontal in diese Mauer? Zur EntschĂ€rfung der Situation kam der Volvo mit dem Heck raus und die dort zufĂ€llig an beiden Seiten heimischen Bordsteinkanten brachten den
Volvo mit dem Ping-Pong-Trick wieder in eine brauchbare Linie.

Beim Erstellen des Aufschriebs gab es beim Team Stoll grĂ¶ĂŸere Verirrungen im Bunkerwald, so half Holger mit seinem Aufschrieb aus. Irgendwie fuhren alle mit Knöbels Aufschrieb… wenn’s hilft. Die Hamburger stellten sich die Aufgabe: Ankommen. Dies ist generell der richtige Ansatz in der skurilen Szenerie. Team Bernstein verzeichnete einige Ausrutscher, die aber alle ohne Treffer verliefen. Nach einem ausfĂŒhrlichen Schnack ging es dann in die zweite Veranstaltung, die Buten un Binnen. Hier lief die erste WP fĂŒr Team Knöbel super. In der Zweiten hingegen, gab es Probleme. Steffi sagte die vierte Kurve ein „MĂŒh“ zu spĂ€t an und der Volvo ging sofort und eindeutig vom Weg ab. An der Stelle schlief ein stattlicher Baumstamm parallel zum Weg rum.

Beim Arbeitseinsatz den Volvo zurĂŒck auf die Strecke zu bringen wurde der Stamm mit seinen gut 30cm im Durchmesser geweckt und er legte sich quer auf der WP ab. Zur Lösung der Streckenblockade gab es diverse Ausbaustufen: Streckenposten, die wie SlalomhĂŒtchen von nachfolgenden Volvos umfahren werden mussten. Es gab auch spontane Vermutungen, dass das ein toller Trick sei, um die anderen Volvos zu stoppen. Schließlich, nach einem Schnack mit Pobantz hat man dann mit einigen Leuten, die sich nach und nach am Ort der Blockade einfanden den Stamm beiseite bewegen können. Um auch noch den Volvo wieder auf die Strecke zu bringen, hob Holger leichter Hand seinen Volvo hinten an, Steffi schob und weiter gings.

Bilder www.sto-motorsportfotos.de, ACF

Bis gleich, Euer Kalle

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