Kalle

Sonne, Staub, Spannung

… genau genommen Sonne satt, viel Staub und wunderbare Spannng. Nach Kuppe voll! auf dem Bergring Teterow folgt im diesjährigen VOC-Kalender die Wedemark: Kuhle voll! Der Sommer tobt am Samstag, den 27.08.2016 mächtig durch die Süd-Heide nördlich von Hannover und bringt bestes, aber heißes Sommewetter zu Tage. Manch Fahrer wünscht sich eine Klimaanlage ins Auto herbei. Die Strecken der Janina-Wedemark-Rallye sind bekanntlich spannend und müssen mit viel Geschick, dennoch zeilstrebig (also schnell) und mit Eleganz genommen werden.




Fünf VOC Teams reisen an und finden eine sehr gut organisierte Veranstaltung vor. Rallyezentrum, technische Abnahme und Dokumentenabnahme sind zentral, samt Duschen an einem Ort gelegen. Team Löseke / Tenberge, Frese / Berz, Noll / Melzer, Fritsch / Luthardt und seit dem Bergring dabei Krause / Nenninger. Alle Teams hatten nach dem Bergring diese oder jene neue Evolutionsstufe in der Entwicklung des Volvo erarbeiten müssen.

Werner und Paul treten an, um hoffentlich den Sack zu zumachen in Sachen Meisterschaft im Volvo Original Cup 2016 – wir sehen, ob sie das auf Anhieb schaffen. Vordergründig betrachtet treten Anja und Tim sowie Linus und Mike an, um irgendwie den Rang des VOC-Vice zu erhaschen. Und so auch Hagen und Martin, um dem zweiten Platz näher zu kommen.
WP 1 kommt als warming-up auf Asphalt daher und um die Mittagszeit nehmen die sommerlichen Temperaturen fahrt auf. Hier haben Löseke / Tenberge ganz entspannt die Nase vorn. WP 2 aalt sich ausgiebig durch die dort heimischen Sand-Brüche mit spannenden Ecken, Abzweigen und Schikanen. Auch hier lassen Löseke / Tenberge nichts anbrennen, wobei Fritsch / Luthardt erfolgreich beginnen den Patzer aus WP 1 auszubügeln.




Noll / Melzer sind je ca. 3 Sekunden vor Frese / Berz im Ziel. Team Krause / Nenninger, wobei diesmal Phillip das Steuer führt, basteln sich im Lernmodus durch. In WP 3 (die Temperaturen steigen) geht es als Rundkurs wieder ausgedehnt durch die spannenden Sandkuhlen, wo die Zuschauer viel Staub um die Ohren kriegen. Anja zögert mehrfach, bedingt durch die teilweise schlechte Aussicht auf die Strecke, womit Linus sich 40 Sekunden Vorsprung heraus arbeitet. Hagen und Martin machen die Bestzeit und Werner / Paul klagen über einen zickigen 940 (sind die nicht immer zickig?) sowie über massive Staubentwicklung verursacht von anderen Teilnehmen voraus, was im Rundkurs immer mal gerne statt findet.




Kleine Pause, neue Runde. WP 4, Asphalt. Werner zieht durch und so auch Hagen und Martin. Linus und Mike kommen nur so viel vom Weg ab, dass sie in der erlaubten Zeit aus dem kleinen Graben nicht mehr heraus finden. Schade! Wieder in den Sand-Gruben ändert sich kaum noch was am Ranking. Löseke / Tenberge schießen sich auf die VOC-Prüfungs-Bestzeiten ein und Fritsch / Luthardt spulen sauber ihr Programm ab. Der Sommer tobt derweil mit heißer Freude durch die Wedemark und Nenninger / Krause kommen zusehens besser zurecht. Hingegen nach WP 5 entschließt sich der güldene 240 das Kupplungsseil reißen zu lassen. Aus. Die verbleibenden Teams fahren so ins Ziel ein: Löseke / Tenberge Rang 1 und somit aller Voraussicht nach, ist das der vorzeitige Sieg der Meisterschaft im Volvo Original Cup 2016! Fritsch / Luthardt bringen sich nach einer bislang durchwachsenen Saison erfolgreich wieder ins Geschehen ein und rutschen auf Rang 3 im Gesamt des VOC. Frese / Berz können, nicht zuletzt durch den Ausfall von Noll / Melzer sich den 2. Rang, für den Moment, sichern.




Eine klasse und spannende Veranstaltung! An dieser Stelle unseren nachdrücklichen Dank an den Veranstalter und an die vielen Helfer, ohne die solch feine Rallye gar nicht möglich ist!

Bis gleich, Euer Kalle

Bilder: Klaus und Bea Richter

VOC Sommerfest am Bergring Teterow

Es war einmal – hier endlich die News:

… wieder einmal – und es ist einfach ein besonderer Ort der Bergring in Teterow! Dort, wo die alten Zeiten mit spannenden Rennen und fröhlichem Beisammensein in der Luft geistern – stand ein VOC-Sommerfest samt lecker Rallye-Fahren auf dem VOC-Menue. Satte 10 Volvo-Original und ein fein gebauter 242 mit mächtig Vortieb stehen am Start. Jochen Walther ist mit Ronny Thoms vor Ort, Werner Löseke mit Paul Tenberge, Charlie Beck mit Jörg Stierle sowie Norbert Krämer mit Andrea Lukas. Dabei auch Hagen Fritsch mit Martin Luthardt – dessen Geburtstag wir denn auch feiern wollen. Das ab Mitternacht nach der Rallye. Andreas Leue konnte sich Zeit frei schaufeln und steht mit Janosch Hartmann am Start. Janosch war ein paar Jahre verschollen, fand aber den Weg zum VOC zurück. Linus Noll und Mike Melzer mit dem güldenen 944 sowie Anja C. Frese mit Tim Berz mit dem 244 in weiß.


Neu dabei, ein 244-Traum in Gold mit Jürgen Krause und Philipp Nenninger. Anja und Silvio hatten hier ein wenig Vorarbeit investiert, um die Greenhorns an den Start zu bringen – aber, wie wir sehen werden mit Erfolg! Silvio Mollitor lässt mal vom Schrauben ab, was ihm nicht so schwer fällt und führt mit Dirk Stopowski das Bernstein-Auto aus.


Diesen Sommer scheint es zum guten Ton zu gehören, dass es mal mehr, mal weniger regnet. So auch am Vormittag der Rallye. Niemand war wirklich überrascht, dass der Ring als Grasbahn, bei ausreichend Regen, recht glitschig wird. Somit ist die erste Runde, den Ring rechts herum, nur zum irgendwie Durchkommen geeignet. Die zweite Runde hingegen geht bereits ca. 30 Sekunden schneller, da der Bergring zügig abtrocknet. Löseke / Tenberge legen erst einmal vor, wobei naturgemäß Jochen und Charlie schwer abzuschütteln sind. Zur zweiten Runde steht der Rundkurs um die Speedwaybahn an. Löseke, Walther und Beck ziehen durch. Krämer/Lukas sind dran. Silvio und Dirk müssen die Segel streichen, denn der Viskolüfter versagt den Dienst. Krause/Nenninger finden sich ganz gut zurecht und haben die Zuschauer auf ihrer Seite, denn mit Serienfedern ist die angewandte Physik, die auf das Auto einwirkt deutlich zu erkennen.


In der dritten Runde gibt es den Ring mit Kringel um die Speedwaybahn. Schöne Prüfung! Hier verbringt Linus den schlanken Strohballen an der Kehre Rechts stehend an einen anderen Ort. Zum Leidwesen der Nachfolgenden. Jürgen und Philipp dürfen im Rundkurs lernen, was es mit einer Runde zu wenig oder einer Runde zu viel auf sich hat. Man könnte annehmen, dass bis drei zählen einfach ist – allerdings kommen hierbei durchaus hoch gebildete Leute oder gar erfahrene Rallyefahrer gerne mal ins Grübeln. In der letzten Runde haben Leue/Hartmann Probleme mit der albernen Bodenwelle vor der Kehre (die mit dem Strohballen) und verbiegen sich den Querlenker. Anschließend ist Rätseln angesagt, was der Volvo nun als Gerade aus anlegt.


So auch bei Anja und Tim. Im Ziel haben Walther/Thoms mit 15 Sekunden die Nase vor Löseke/Tenberge. Deren 940 legt in der Zielgeraden die Kardanwelle ab. Der Schwung reicht, um durchs Ziel zu rollen. Beck/Stierle mit 4 Sekunden dran. Das restliche Feld rauscht bald im Sekunden-Takt durchs Ziel. Nur Anja und Tim bleiben in der letzten Links 2 vorm Ziel, nicht wirklich elegant, kurz an dem blöden Sandsack hängen, dank eines total verbogenen Querlenkers.

Schöne Rallye – geniale Strecke und bestes Ambiente! Dank an den Veranstalter und all die Helfer!

Bis gleich, Euer Kalle

Bilder: Klaus und Bea Richter, Sasch Graf, Cornell Hache

Kalle

Sieben auf einen Streich

… wir schulden Euch noch diesen oder jenen Bericht. Beginnen wir mit der Sulinger Bärenklaue im Mai.

Es gibt Tage, da passt einfach alles – oder es passt weniger bis gar nichts. Dennoch viel Sonne und Wind, wunderbares Licht im frühlingshaft-ergrünenden Sulinger Land. Genug der Prosa – hier die Fakten: Acht Volvo Original sind am Start und haben teils weite Wege auf sich genommen, um dabei zu sein – bei der neuen Ausgabe der ‚Sulingen‘, die diese Jahr als Sulinger Bärenklaue vor den Teams liegt. Angereist sind Chris und Robert Wheeler aus Groß Britanien. Sie sind in Sulingen bekannt und nutzen schlichtweg diese Veranstaltung, um sich mit anderen Volvos zu messen. Auf der Insel sind sie die einzigen Vertreter mit ihrem 744 und sorgen dort immer wieder für Verwirrung. Traditionell dabei Harmsen und Harmsen, das einzige aktive VOC-Team aus den Niederlanden. Es gäbe noch VOC-Autos, so sagen sie, aber die Teams fahren nicht. Das gibt Anlass Lösungen zu suchen, wie man die Teams reaktivieren kann.

Solch ‚große Rallye, als National A, hier gar als DRM, genauer als Rallye Masters betitelt, ist naturgemäß eher stressig. Anreise – ist alles dabei, was man braucht? Oder einfach: das was nicht dabei ist, braucht man dann dringend – das ist wie im echten Leben. So reisen einige bereits am Donnertsag Abend und teils Freitag Früh an. So, Teams Löseke / Tenberge, Haberland / Rosenmüller und Beck / Kröniger. Die entschieden sich kurzfristig doch den Volvo an den Start zu bringen. Krämer / Münch hatte einen weiteren Weg und kannte, ebenso wie Charlie das IVG Gelände noch gar nicht. Linus Noll mit Thomas Johannhardt sind dabei und Frese / Berz sind auch da und entdeckten beim Reifenwechsel, dass der 244 die Bremsflüssigkeit nicht bei sich halten kann. Im Laufe des Freitages rettete Familie Schmidt die Situation, indem sie einen Tag früher anreisten und das fehlende Teil direkt von Skandix mitbringen. Danke!!

Dank des top ausgestatteten Service Mobils von Silvio und Freddi Mollitor mit vielen Volvo Ersatzteilen direkt von Skandix an Bord und den richtigen Händchen für diese Autos, ist die Bremse an Anjas 244 schnell wie neu und entsprechend leistungsfähig. Dies ist für WP 5 und 7 im IVG Gelände von entscheindener Bedeutung. Also nicht zu früh – genau richtig können Anja und Tim an den Start. Stefan Haberland mit Daniel Rosenmüller und Siggi und Renate Mayr reisen auch bereits Donnerstag an. Beide Teams haben aus dem Süden des Landes kommend einen stundenlangen Weg plus/minus Stau. Stefan hat Reifen für Anja im Gepäck, gut eingefahren, aber gut brauchbar. Anja stellt bald fest, dass diese ‚Radiergummis‘ echt schick sind. Werner Löseke hingegen hadert die ganze Veranstaltung mit seinen Reifen und da sind wir am entscheidenen Punkt: Alles geht oder es geht nichts. Hier schon mal vorweg erwähnt: bei Stefan und Daniel passt von Anbeginn einfach alles! Zu sehen an den Bestzeiten (gemessen an den anderen VOC) je WP.

Los geht es am Nachmittag mit einer A-E und dann ein wenig Rumwarten und der neue Rundkurs im Dunkeln. In der Bewertung des Rundkurses scheiden sich die Geister. Manche finden es toll, andere gar nicht. WP3, eine A-E im Dunkeln. Haberland/Rosenmüller fahren in WP 1-3 schon mal schlappe 30 Sekunden Vorsprung heraus. Team Mayr setzt auf die Volvo Original Scheinwerfer, was erstaunlicherweise nicht mal so frapierend an der WP-Zeit erkennbar ist und Werner und Paul verdaddeln sich und müssen im Dunkeln mit Staub vor der Nase das Feld von hinten aufrollen. Frese / Berz kommen so lala durch und rollen in WP3 in Werners Staub etwas orientierungslos rum. Charlie Beck und Sebastian Kröniger fahren leider auch auf der Schiene ‚manchmal geht gar nix‘ rum und geben am Abend mit defektem Getriebe auf. Sie entscheiden sich das Getriebe nicht zu tauschen und sind zum Restart am Samstag nicht dabei. Team Wheeler kommt langsam in Schwung. Team Harmsen startet gut, aber sie patzen nachhaltig in WP3 und finden satte 6 Minuten im Dunkeln. Haberland führt, gefolgt von Mayr, ca. 8 Sekunden vor Löseke/Tenberge. Krämer/Münch sind dran. Noll/Johannhardt haben in WP 1 Probleme mit dem
Motor, kostet 2 min. Danach lief es einigermaßen rund.

Samstag setzt Haberland seinen Lauf unbeirrt fort, tut gar noch einen drauf und baut attraktive Ausrutscher ohne Zeitverlust ein – alles für die Zuschauer! Im IVG Gelände ist Haberland jeweils entspannte 30 Sekunden vor Mayr oder Löseke. Diese Teams jagen sich je WP 5-10 Sekunden im Pingpong-Modus ab. Ab WP 6 kommt Team Wheeler in Gang und nimmt sich immer öfter die dritt-schnellste WP Zeit. Noll/Johannhardt verstricken sich im Wald bei Steyerberg mit einem weiteren Platten, was extrem viel Zeit kostet. So viel Zeit, dass sie aus der Wertung rutschen. Krämer/Münch verlässt im wilden Wald mit Bunkern die Bremse, was sie als ’no-go‘ betrachten und aufgeben müssen. Der weitere Verlauf nach dem zweiten Durchgang im IVG ist Makulatur. Haberland / Rosenmüller machen alles richtig und das schnell. Mayr und Löseke kloppen sich um wenige Sekunden hin und her. Tema Wheeler beginnt sauber in Tritt zu kommen. Team Harmsen wird auch immer sicherer.

Es bleibt aber dabei, dass Haberland / Rosenmüller alle anderen 7 Volvo vom Start weg haben stehen lassen. Sie sind zudem in der Gesamtwertung als 44. bemerkenswert weit vorne. 102 Starter, 33 Ausfälle.

Bis gleich, Euer Kalle

Bilder: Dirk Nottebrock (www.Rallye-Foto.de), www.Rally-Media.com

knut_inge

Emmersdorf 2016

Wer die Strecken rund um die Biermetropole Aldersbach in den Wäldern des Herrn Baron von Arentin kennt der weiß, dass es hier auf Präzision ankommt. Denn die engen Waldwege mit den zahlreichen Tannen am Wegesrand verzeihen keine Fehler. Die Hoffnung auf wenigstens trockene Streckenverhältnisse erfüllte sich nach den Regenfällen der Tage vorher auch nicht. Rutschig? Ohh jaa!

Um es gleich vorweg zu nehmen: so diszipliniert wie im letzten Jahr benahmen sich die 5 angetretenen Volvo Recken nicht. Auch sie blieben von der großen Ausfallorgie (49 von 73 Fahrzeugen erreichen das Ziel) nicht verschont. Um die Aktion von Charly Beck hüllen wir hier mal ganz diskret den Mantel des Schweigens. So war Hagen Fritsch auf WP 01 bereits der zweite Ausfall der VOC Truppe.

In WP 03 erwischte es auch Stefan Erndl, der nach 5 Jahren Pause sein lang erwartetes Comeback gab. Kurzer Ausrutscher und der Schweden Panzer saß unten auf, Feierabend. Wenigstens boten die zwei verbliebenen 940er mit Andreas Leue / Janosch Hartmann und Werner Löseke / Daniel Rosenmüller eine gute Show.

Auf den ersten beiden WP fuhren die zwei praktisch zeitgleich, im zehntel Sekunden Abstand. Auf der WP 03 verlor Andy dann 9 sec., leichter Vorteil für Werner. Im zweiten Durchgang dann fasst das gleiche Bild auf den ersten beiden Prüfungen. Auf der letzten WP hatte Andy leider einen Platten, so dass die Sache für das westfälisch / sächsische Duo Werner Löseke und Daniel Rosenmüller entschieden war.

Glückwunsch an alle ins Ziel gekommenen und hoffentlich eine bessere Quote beim nächsten Lauf in Teterow, auf dem legendären Bergring.

Knut-Inge

knut_inge

46. Roland-Rallye Nordhausen

Der Roland gilt als Symbol der freien Städte im Mittelalter, die damit ihre Eigenständigkeit in Sachen Marktrecht oder Gerichtbarkeit demonstrierten. Heute darf man dafür mit dem Rallyeauto mit völlig überhöhter Geschwindigkeit durch die Innenstadt und sogar durch den Stadtpark rasen.
WO GIBT’S DENN SOWAS???

Wir fanden es toll, die zahlreichen Zuschauer sicher auch. Doch der Reihe nach: Am 23.04.16 luden der MSC Nordhausen die Schotter Elite in die Schnapsmetropole am Südrand des Harzes und über Einhundert kamen, darunter 8 Volvos aus dem Original Cup, schließlich ging es zum zweiten Mal um Punkte in der Meisterschaft.

Neben Meister Löseke / Tenberge kamen wieder Anja Frese mit Co Tim Berz, Charly Beck mit Sebastian Kroeniger, Hagen Fritsch / Martin Luthardt, Norbert Krämer / Daniel Rosenmueller sowie Linus Noll, diesmal mit Mike Melzer. Zum ersten Mal in diesem Jahr griff Ex-Champion Andreas Leue in das Geschehen ein, auf dem heißen Sitz ein alter Bekannter aus früheren Volvo-Tagen: Janosch Hartmann.

Premiere im dicken Schwedenpanzer hatten gar Stefan Schultes / Christoph Spanke. Sie haben den Ex-Knöbel, Ex-Schmidt Volvo erworben und wollen sich damit eigentlich ihren Traum von der Südschweden Rallye erfüllen. Nordhausen ist sozusagen Testlauf für die beiden.

Abgesehen vom legendären Stadtrundkurs mit der Durchfahrt am „Gehege“ wurden die Strecken gegenüber den Vorjahren leicht verändert. Auf WP 1 zeigte gleich mal Werner Löseke wo der Bartel den Most holt und verwies Charly Beck um 2,9 sec. Auf Platz 2. Dann folgte bereits der Slick bereifte Norbert Krämer (in Nordhausen geht alles, man muss sich nur trauen) vor Hagen Fritsch, der leider gleich nach dem Start den 3. Gang verlor. Auf der 2 schlug Charly Beck aber zurück, es sollte jedoch seine einzige Bestzeit bleiben, zu viele Probleme plagten ihn in der Folge während der Rallye. Davon konnte Andreas Leue auch ein Lied singen, bei Ihm hatte sich das Gasgestänge verselbständigt und er verlor auf der WP2 allein über 3 Minuten.

Auf WP 3 schlägt Werner Löseke wieder zurück, Charly Beck beschädigt sich die Hinterachse und Felge im Rundkurs an einem Bordstein. Fritsch / Luthardt verlieren hier alle übrigen Gänge und sind somit raus. Nach der Halbzeitpause kommt Norbert Krämer immer besser mit den Slicks zurecht und sichert sich so seine erste WP Bestzeit im Rundkurs an Gehege. Es reicht jedoch nicht mehr um Charly Beck noch abzufangen, obwohl der seit der WP5 auch auf den 3.Gang verzichten muss.

Schultes / Spanke rollen auf der 5 in einen Graben, das gibt Extra-Schichten vor der Südschweden. Vorne macht Werner Löseke mit Paul Tenberge alles klar, das lief ja wie ein Länderspiel für die beiden. Über den tollen vierten Platz freuen konnte sich Anja Frese, auch wenn „mehr ginge“, wie sie selbst zugibt. Noll / Melzer lassen auf dem Rundkurs die letzte Runde weg, weil sie bereits mit Platten unterwegs sind. Die zugeteilte Maximalzeit katapultiert sie an das Ende der Zeitenliste, aber wenigstens im Ziel!

So schauen alle am Schluss schon wieder nach Sulingen, dem nächsten Lauf zum Volvo Original Cup Deutschland. Nur eine Woche später steht schon die Schotterrallye in Emmersdorf auf dem Programm, am anderen Ende von Deutschland.

Knut-Inge

Bilder: Jörg Thiele, K&J-RallyeFotos

PS: mehr Bilder folgen…

Kalle

Newsticker

April 2016

Die Teams bereiten mit Hochdruck alles Wichtige und Unwichtige zur Rallye Nordhausen vor. Auch die Rallye Sulinger Land ist hierbei bereits im Fokus.

Skandix Skandix

Derweil ist das neue Service-Mobil des Volvo Original Cups Deutschland startklar – genau genommen ist es das erste überhaupt. Mit der 1A-Unterstützung von SKANDIX haben wir für die Volvo-Teams nun ein perfektes Arrangement. Silvio Mollitor hatte die Idee seinem Einsatz im VOC eine passende Form zu geben und damit die Leitungsfähigkeit ungemein zu erhöhen – und er fand in SKANDIX, den einzig richtigen Partner hierfür. Doch lest selbst: bei Skandix, unter o.g. Link wird hierzu ausführlich berichtet.

Kalle

Lustige Bodenwellen

Auftakt VOC 2016 in Wittenberg – 53. ADMV-Rallye Lutherstadt Wittenberg

Saisonauftakt in der Lutherstadt Wittenberg – ein wunderbarer Start in die neue VOC-Saison! Acht Volvo Original am Start. Neue Teams und alte Bekannte wie Charlie Beck mit Sebastian Kröniger, Werner Löseke mit Ersatz-Co Daniel Rosemüller, Hagen Fritsch mit Martin Luthardt, Anja C. Frese mit Tim Berz, Linus Noll mit Pascal Fölling, Timo Voltmer mit Kai Oppermann und neu dabei Holger Voigtmann mit Lars Lorenz sowie Norbert Krämer mit Florian Kappert. Norbert hat das Volk-Auto mit Silvios Unterstützung erfolgreich reaktiviert. Endlich kann der 244 in Weiß wieder auf die Piste. Am Rande angemerkt stellen wir fest, dass das Voigtmann-Auto nicht so ganz dem VOC-Reglement entspricht. Somit tauchen sie nicht in der Wertung, mit den entsprechenden Punkten auf.

Timo und Kai, die Pechvögel der Saison 2015 stehen gut vorbereitet, wenn auch auf den letzten Drücker, am Start. So auch Anja und Tim. Manchmal ist das mit den bunten Kabeln der Volvo Elektrik doch ganz einfach, wenn man es nur wirklich entspannt angeht.
Eingangs wurden die drei Prüfungen, die je zwei mal gefahren werden sollten besichtigt und der Aufschrieb wurde erstellt. Nette Passagen im Wald, nahe Lichtungen und lange Geraden mit total lustigen Bodenwellen. Davon Kurze, Lange, Tiefe, Seichte und von Allem ganz viele. Ein paar Sprünge waren dabei und eine für den Volvo maßgeschneiderte Schikane, wo die Spiegel selbsttätig einklappen, stand auf dem Speiseplan.

Beck/Kröniger legen vor. Dies ist nun keine Überraschung. Auch nicht, dass Löseke/Rosemüller mit 9 Sekunden Rückstand dran sind. Dritte Voltmer/Oppermann und vierte Krämer/Kappert. Das lässt sich doch gut an! Linus hat sich viel vorgenommen und wollte mal ganz elegant ankommen, so sind Noll/Fölling 3 Sekunden hinter Frese/Berz. Fritsch/Luthardt gehen es gezwungener Maßen mit Verzögerungen an. Eines der bunten Kabel der Zündspule war derartig übermotiviert, so dass es absprang. Das gab 2 Minuten extra. WP 2 haben Löseke/Rosemüller mit 3 Sekunden knapp die Nase vor Beck/Kröniger. Dritte Fritsch/Luthardt. Geht doch, wenn Volvo und Team entspannt bleiben! Krämer/Kappert sind recht flott unterwegs. Aufgeben mussten hingegen Voigtmann/Lorenz. Da hat es die Motorlager zerbröselt. Man könnte spekulieren, ob die lustigen Bodenwellen beginnen ihren Tribut zu fordern.

WP 3 trennt sich die erste Spreu vom Weizen. Beck/Kröniger und Fritsch/Luthardt haben Probleme mit den Getrieben. Löseke/Rosemüller wieder vorne, mit süßen 2.3 Sekunden vor Beck. Fritsch/Luthardt greifen an und betreiben eine wilde Aufholjagd. Frese/Berz sind lockere 0.5 Sekunden vor Noll/Fölling. Zur Pause haben Voltmer/Oppermann an der Vorderachse einen bemerkenswerten, einseitig sehr starken Sturz vor zuweisen. Timo will aber weiter machen, obwohl sich der 944, je nach Kurven-Situation sehr albern anstellt. Krämer/Kappert müssen schließlich wegen ungehörigem Kühlwasserverlust die Segel streichen.

Neue Runde. Die Bodenwellen tendieren dazu noch lustiger zu werden und die Schikane knabbert fleißig an den Außenspiegeln und Türen rum. Fritsch/Luthardt holen weiter auf und Noll/Fölling sowie Frese/Berz sind gleich auf. In WP 4 übernehmen wieder Beck/Kröniger die Führung mit 1.3 Sekunden vor Löseke/Rosemüller. WP 5 bringt die Vorentscheidung. Noll/Fölling nehmen Frese/Berz 40 Sekunden ab. Die einsetzende Dämmerung trägt einen Teil dazu bei. Löseke/Rosemüller kommen mit 20 sec vor Beck/Kröniger ins WP-Ziel und haben so einen fast entspannten Vorsprung. Der Dritte Gang versagte die Dienste, so Charlie. Hagen und Martin kommen in der Dämmerung sehr gut klar und noch besser in WP 6, wo es durch einige Verzögerungen im Ablauf der Rallye dann dunkel ist. Dennoch retten sich Linus Noll und Pascal Fölling den dritten Rang und Fritsch/Luthardt sind mit 7 Sekunden dahinter auf dem Vierten und Werne Löseke und Daniel Rosemüller siegen in der VOC Wertung!

Wittenberg ist speziell, wie Insider wissen. Dieses Jahr wettertechnisch sehr moderat. Kein Schnee, kein Eis, nur die Bodenwellen und Links voll in Rechts voll… Die Veranstaltung war gut organisiert! So hier ein riesen Dank an den Veranstalter und an all die Helfer, die solch spannende Rallye erst möglich machen!

Bis gleich, Euer Kalle

Bilder: Rallye Magazin – Klaus und Bea Richter, Simon Stäudten, Sascha Graf

Kalle

Newsticker

Januar 2016

Die Planung für die neue Saison steht bekanntlich – siehe Rubrik Volvo Cup.
Am Nordic West Euro Cup gibt es noch Feinheiten abzustimmen…

nächste Veranstaltung: Wittenberg am 05.03.16

Bis gleich, Kalle und Team

Kalle

Vier-Wetter-Mix

Zum Abschluss einer außerordentlich erfolgreichen VOC-Saison stand freies Fahren im Driving Center Groß Dölln, nebst der Siegerehrung VOC Deutschland und Nordic West Euro Cup auf dem VOC-Plan. Volvo Cup Teilnehmer und geladene Gäste fanden ein bestens inszenierten Vier-Wetter-Mix zur Strecke vor.

Zunächst sorgte feiner Rauhreif auf der morgendlichen Strecke für viele Ausrutscher und Dreher, was einige Gäste, die sich trauten mit zufahren vor völlig neue Erlebnisse stellte. Der einsetzende Schnee, etwas matschig, aber wunderbar glitschig, war bestens geeignet um super slowly-side-ways daher zu kommen. Mit Runde um Runde, mal hier rum, mal da entlang, trocknete der feine Belag ab und es waren hohe Geschwindigkeiten drin. Die Gäste mit Fremdfabrikaten, die nicht so auf Rutschig epicht sind (geschweige denn schotter gängig sind), konnten nun ausführlich Testen.

Nach einem Snack zum Mittag setzte Regen ein – das machte den Vier-Wetter-Mix perfekt. Ein schlichter Winterreifen hatte hier die Nase vorn. Ein 15 Jahre alter Winterreifen (zum Testen gut geeignet) eventuell nicht so, aber schwarz und rund.

Jochen hatte alle Hände voll zu tun, um nicht nur den Junioren zu zeigen wie man einen Volvo, der neben der Strecke fest steckt, fachgerecht frei zu schaufelt. Den ganzen Tag über war er immer auf den Punkt – mit der Schaufel – (wo kam sie nur her und wohin verschwand sie wieder?) – hilfreich zur Stelle.

Am Abend, nach einem leckerem Buffet, wurden die VOC-Teams geehrt sowie die ersten drei Teams des Nordic West Euro Cup. Dabei auch das schwedische Team Tom Kristensson und Timmy Brentsson, die den NWEC das ganze Jahr über souverän in Griff hatten. Genau genommen haben sie alle Läufe gewonnen und konnten den letzten, die Waldviertel in Österreich, sogar schwänzen. Sigge Mayr und Hunbert Spindler wurden mit dem silbernen 244 Zweiter und Team Stefan Haberland mit Alex Färber und Thomas Bernöcker Dritter. Congratualtions!

Im VOC Deutschland hingegen war die finale Entscheidung bekanntlich zur Havelland Rallye gefallen, wo letztendlich Werner Löseke und Paul Tenberge punktgleich mit Andreas Leue und Vanessa Knof, den VOC-Meistertitel holten. Übers Jahr hatten Werner und Paul mehr zweite Plätze vorzuweisen. Denkbar knapp das. Herzlichen Glückwunsch an alle!

Wir möchten an dieser Stelle Alfred Gorny danken, der im Laufe des Nachmittags dazu kam. Ein kleines Leckerli wurde ihm hoch offiziell überreicht, als Symbol unseres Dankes für ein immer offenes Ohr, für Hilfestellung auf den Punkt, für ‚große‘ als auch für ‚kleine‘ Teams! Danke!

Final wurde der Volvo Cup Kalender für 2016 festgelegt. Termine und Läufe findet Ihr in Kürze der Rubrik Volvo Cup. Auch der Rahmenplan des NWEC steht – Details folgen.

Aus gegebenem Anlass gab es im Laufe des Abends sorgenvolle und intensive Gespräche über die Zukunft des Rallyesportes in Deutschland. Neue Regelungen sollen greifen. Dies muss zielführend diskutiert und idealerweise auf die Praxis, also die vorliegende Realität, angepasst werden. Die Stimmen der privaten Teams müssen formuliert und gehört werden, denn auch für die privaten Teams soll Rallye zukünftig tragbar und gangbar bleiben.

Dennoch blicken wir freudig auf eine neue und mit Sicherheit spannende VOC-Saison 2016!

Bis gleich, Euer Kalle und Team!

Fotos: Horst Meyer

Kalle

VOC Siegerehrung 2015

Am letzten Wochenende im November wollen wir die Sieger ehren und gemeinsam die erfolgreiche VOC Saison 2015 feiern.

Eingeladen sind alle Fahrer und Beifahrer, die 2015 im Volvo Original Cup Deutschland gestartet sind.

Ort & Zeitplan

Groß Dölln, Driving Center, 17268 Templin OT Groß Dölln

27.11.15, ab 18.01 Uhr – Anreise im Feriendorf Groß Väter See
28.11.15, 9.54 Uhr – Anreise Driving Center Groß Dölln
28.11.15, ab 10.01 Uhr – Testen, Training
28.11.15, 18.31 Uhr – Siegerehrung, anschließend Programm mit Feier & Open End
29.11.15, ab 8.01 Uhr – Frühstück & Abreise

Bitte Getränke mitbringen! Auch mitbringen: Volvo und Helm. Bitte per EMail bei Hagen anmelden, damit wir ausreichend Platz in der Unterkunft reservieren können. Für Verpflegung ist gesorgt.

Im Driving Center Groß Dölln sind natürlich im Fahrerlager unsere Fans, mit Blick auf die Strecke, willkommen!

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