knut_inge

Emmersdorf 2016

Wer die Strecken rund um die Biermetropole Aldersbach in den Wäldern des Herrn Baron von Arentin kennt der weiß, dass es hier auf Präzision ankommt. Denn die engen Waldwege mit den zahlreichen Tannen am Wegesrand verzeihen keine Fehler. Die Hoffnung auf wenigstens trockene Streckenverhältnisse erfüllte sich nach den Regenfällen der Tage vorher auch nicht. Rutschig? Ohh jaa!

Um es gleich vorweg zu nehmen: so diszipliniert wie im letzten Jahr benahmen sich die 5 angetretenen Volvo Recken nicht. Auch sie blieben von der großen Ausfallorgie (49 von 73 Fahrzeugen erreichen das Ziel) nicht verschont. Um die Aktion von Charly Beck hüllen wir hier mal ganz diskret den Mantel des Schweigens. So war Hagen Fritsch auf WP 01 bereits der zweite Ausfall der VOC Truppe.

In WP 03 erwischte es auch Stefan Erndl, der nach 5 Jahren Pause sein lang erwartetes Comeback gab. Kurzer Ausrutscher und der Schweden Panzer saß unten auf, Feierabend. Wenigstens boten die zwei verbliebenen 940er mit Andreas Leue / Janosch Hartmann und Werner Löseke / Daniel Rosenmüller eine gute Show.

Auf den ersten beiden WP fuhren die zwei praktisch zeitgleich, im zehntel Sekunden Abstand. Auf der WP 03 verlor Andy dann 9 sec., leichter Vorteil für Werner. Im zweiten Durchgang dann fasst das gleiche Bild auf den ersten beiden Prüfungen. Auf der letzten WP hatte Andy leider einen Platten, so dass die Sache für das westfälisch / sächsische Duo Werner Löseke und Daniel Rosenmüller entschieden war.

Glückwunsch an alle ins Ziel gekommenen und hoffentlich eine bessere Quote beim nächsten Lauf in Teterow, auf dem legendären Bergring.

Knut-Inge

knut_inge

46. Roland-Rallye Nordhausen

Der Roland gilt als Symbol der freien Städte im Mittelalter, die damit ihre Eigenständigkeit in Sachen Marktrecht oder Gerichtbarkeit demonstrierten. Heute darf man dafür mit dem Rallyeauto mit völlig überhöhter Geschwindigkeit durch die Innenstadt und sogar durch den Stadtpark rasen.
WO GIBT’S DENN SOWAS???

Wir fanden es toll, die zahlreichen Zuschauer sicher auch. Doch der Reihe nach: Am 23.04.16 luden der MSC Nordhausen die Schotter Elite in die Schnapsmetropole am Südrand des Harzes und über Einhundert kamen, darunter 8 Volvos aus dem Original Cup, schließlich ging es zum zweiten Mal um Punkte in der Meisterschaft.

Neben Meister Löseke / Tenberge kamen wieder Anja Frese mit Co Tim Berz, Charly Beck mit Sebastian Kroeniger, Hagen Fritsch / Martin Luthardt, Norbert Krämer / Daniel Rosenmueller sowie Linus Noll, diesmal mit Mike Melzer. Zum ersten Mal in diesem Jahr griff Ex-Champion Andreas Leue in das Geschehen ein, auf dem heißen Sitz ein alter Bekannter aus früheren Volvo-Tagen: Janosch Hartmann.

Premiere im dicken Schwedenpanzer hatten gar Stefan Schultes / Christoph Spanke. Sie haben den Ex-Knöbel, Ex-Schmidt Volvo erworben und wollen sich damit eigentlich ihren Traum von der Südschweden Rallye erfüllen. Nordhausen ist sozusagen Testlauf für die beiden.

Abgesehen vom legendären Stadtrundkurs mit der Durchfahrt am „Gehege“ wurden die Strecken gegenüber den Vorjahren leicht verändert. Auf WP 1 zeigte gleich mal Werner Löseke wo der Bartel den Most holt und verwies Charly Beck um 2,9 sec. Auf Platz 2. Dann folgte bereits der Slick bereifte Norbert Krämer (in Nordhausen geht alles, man muss sich nur trauen) vor Hagen Fritsch, der leider gleich nach dem Start den 3. Gang verlor. Auf der 2 schlug Charly Beck aber zurück, es sollte jedoch seine einzige Bestzeit bleiben, zu viele Probleme plagten ihn in der Folge während der Rallye. Davon konnte Andreas Leue auch ein Lied singen, bei Ihm hatte sich das Gasgestänge verselbständigt und er verlor auf der WP2 allein über 3 Minuten.

Auf WP 3 schlägt Werner Löseke wieder zurück, Charly Beck beschädigt sich die Hinterachse und Felge im Rundkurs an einem Bordstein. Fritsch / Luthardt verlieren hier alle übrigen Gänge und sind somit raus. Nach der Halbzeitpause kommt Norbert Krämer immer besser mit den Slicks zurecht und sichert sich so seine erste WP Bestzeit im Rundkurs an Gehege. Es reicht jedoch nicht mehr um Charly Beck noch abzufangen, obwohl der seit der WP5 auch auf den 3.Gang verzichten muss.

Schultes / Spanke rollen auf der 5 in einen Graben, das gibt Extra-Schichten vor der Südschweden. Vorne macht Werner Löseke mit Paul Tenberge alles klar, das lief ja wie ein Länderspiel für die beiden. Über den tollen vierten Platz freuen konnte sich Anja Frese, auch wenn „mehr ginge“, wie sie selbst zugibt. Noll / Melzer lassen auf dem Rundkurs die letzte Runde weg, weil sie bereits mit Platten unterwegs sind. Die zugeteilte Maximalzeit katapultiert sie an das Ende der Zeitenliste, aber wenigstens im Ziel!

So schauen alle am Schluss schon wieder nach Sulingen, dem nächsten Lauf zum Volvo Original Cup Deutschland. Nur eine Woche später steht schon die Schotterrallye in Emmersdorf auf dem Programm, am anderen Ende von Deutschland.

Knut-Inge

Bilder: Jörg Thiele, K&J-RallyeFotos

PS: mehr Bilder folgen…

Kalle

Newsticker

April 2016

Die Teams bereiten mit Hochdruck alles Wichtige und Unwichtige zur Rallye Nordhausen vor. Auch die Rallye Sulinger Land ist hierbei bereits im Fokus.

Skandix Skandix

Derweil ist das neue Service-Mobil des Volvo Original Cups Deutschland startklar – genau genommen ist es das erste überhaupt. Mit der 1A-Unterstützung von SKANDIX haben wir für die Volvo-Teams nun ein perfektes Arrangement. Silvio Mollitor hatte die Idee seinem Einsatz im VOC eine passende Form zu geben und damit die Leitungsfähigkeit ungemein zu erhöhen – und er fand in SKANDIX, den einzig richtigen Partner hierfür. Doch lest selbst: bei Skandix, unter o.g. Link wird hierzu ausführlich berichtet.

Kalle

Lustige Bodenwellen

Auftakt VOC 2016 in Wittenberg – 53. ADMV-Rallye Lutherstadt Wittenberg

Saisonauftakt in der Lutherstadt Wittenberg – ein wunderbarer Start in die neue VOC-Saison! Acht Volvo Original am Start. Neue Teams und alte Bekannte wie Charlie Beck mit Sebastian Kröniger, Werner Löseke mit Ersatz-Co Daniel Rosemüller, Hagen Fritsch mit Martin Luthardt, Anja C. Frese mit Tim Berz, Linus Noll mit Pascal Fölling, Timo Voltmer mit Kai Oppermann und neu dabei Holger Voigtmann mit Lars Lorenz sowie Norbert Krämer mit Florian Kappert. Norbert hat das Volk-Auto mit Silvios Unterstützung erfolgreich reaktiviert. Endlich kann der 244 in Weiß wieder auf die Piste. Am Rande angemerkt stellen wir fest, dass das Voigtmann-Auto nicht so ganz dem VOC-Reglement entspricht. Somit tauchen sie nicht in der Wertung, mit den entsprechenden Punkten auf.

Timo und Kai, die Pechvögel der Saison 2015 stehen gut vorbereitet, wenn auch auf den letzten Drücker, am Start. So auch Anja und Tim. Manchmal ist das mit den bunten Kabeln der Volvo Elektrik doch ganz einfach, wenn man es nur wirklich entspannt angeht.
Eingangs wurden die drei Prüfungen, die je zwei mal gefahren werden sollten besichtigt und der Aufschrieb wurde erstellt. Nette Passagen im Wald, nahe Lichtungen und lange Geraden mit total lustigen Bodenwellen. Davon Kurze, Lange, Tiefe, Seichte und von Allem ganz viele. Ein paar Sprünge waren dabei und eine für den Volvo maßgeschneiderte Schikane, wo die Spiegel selbsttätig einklappen, stand auf dem Speiseplan.

Beck/Kröniger legen vor. Dies ist nun keine Überraschung. Auch nicht, dass Löseke/Rosemüller mit 9 Sekunden Rückstand dran sind. Dritte Voltmer/Oppermann und vierte Krämer/Kappert. Das lässt sich doch gut an! Linus hat sich viel vorgenommen und wollte mal ganz elegant ankommen, so sind Noll/Fölling 3 Sekunden hinter Frese/Berz. Fritsch/Luthardt gehen es gezwungener Maßen mit Verzögerungen an. Eines der bunten Kabel der Zündspule war derartig übermotiviert, so dass es absprang. Das gab 2 Minuten extra. WP 2 haben Löseke/Rosemüller mit 3 Sekunden knapp die Nase vor Beck/Kröniger. Dritte Fritsch/Luthardt. Geht doch, wenn Volvo und Team entspannt bleiben! Krämer/Kappert sind recht flott unterwegs. Aufgeben mussten hingegen Voigtmann/Lorenz. Da hat es die Motorlager zerbröselt. Man könnte spekulieren, ob die lustigen Bodenwellen beginnen ihren Tribut zu fordern.

WP 3 trennt sich die erste Spreu vom Weizen. Beck/Kröniger und Fritsch/Luthardt haben Probleme mit den Getrieben. Löseke/Rosemüller wieder vorne, mit süßen 2.3 Sekunden vor Beck. Fritsch/Luthardt greifen an und betreiben eine wilde Aufholjagd. Frese/Berz sind lockere 0.5 Sekunden vor Noll/Fölling. Zur Pause haben Voltmer/Oppermann an der Vorderachse einen bemerkenswerten, einseitig sehr starken Sturz vor zuweisen. Timo will aber weiter machen, obwohl sich der 944, je nach Kurven-Situation sehr albern anstellt. Krämer/Kappert müssen schließlich wegen ungehörigem Kühlwasserverlust die Segel streichen.

Neue Runde. Die Bodenwellen tendieren dazu noch lustiger zu werden und die Schikane knabbert fleißig an den Außenspiegeln und Türen rum. Fritsch/Luthardt holen weiter auf und Noll/Fölling sowie Frese/Berz sind gleich auf. In WP 4 übernehmen wieder Beck/Kröniger die Führung mit 1.3 Sekunden vor Löseke/Rosemüller. WP 5 bringt die Vorentscheidung. Noll/Fölling nehmen Frese/Berz 40 Sekunden ab. Die einsetzende Dämmerung trägt einen Teil dazu bei. Löseke/Rosemüller kommen mit 20 sec vor Beck/Kröniger ins WP-Ziel und haben so einen fast entspannten Vorsprung. Der Dritte Gang versagte die Dienste, so Charlie. Hagen und Martin kommen in der Dämmerung sehr gut klar und noch besser in WP 6, wo es durch einige Verzögerungen im Ablauf der Rallye dann dunkel ist. Dennoch retten sich Linus Noll und Pascal Fölling den dritten Rang und Fritsch/Luthardt sind mit 7 Sekunden dahinter auf dem Vierten und Werne Löseke und Daniel Rosemüller siegen in der VOC Wertung!

Wittenberg ist speziell, wie Insider wissen. Dieses Jahr wettertechnisch sehr moderat. Kein Schnee, kein Eis, nur die Bodenwellen und Links voll in Rechts voll… Die Veranstaltung war gut organisiert! So hier ein riesen Dank an den Veranstalter und an all die Helfer, die solch spannende Rallye erst möglich machen!

Bis gleich, Euer Kalle

Bilder: Rallye Magazin – Klaus und Bea Richter, Simon Stäudten, Sascha Graf

Kalle

Newsticker

Januar 2016

Die Planung für die neue Saison steht bekanntlich – siehe Rubrik Volvo Cup.
Am Nordic West Euro Cup gibt es noch Feinheiten abzustimmen…

nächste Veranstaltung: Wittenberg am 05.03.16

Bis gleich, Kalle und Team

Kalle

Vier-Wetter-Mix

Zum Abschluss einer außerordentlich erfolgreichen VOC-Saison stand freies Fahren im Driving Center Groß Dölln, nebst der Siegerehrung VOC Deutschland und Nordic West Euro Cup auf dem VOC-Plan. Volvo Cup Teilnehmer und geladene Gäste fanden ein bestens inszenierten Vier-Wetter-Mix zur Strecke vor.

Zunächst sorgte feiner Rauhreif auf der morgendlichen Strecke für viele Ausrutscher und Dreher, was einige Gäste, die sich trauten mit zufahren vor völlig neue Erlebnisse stellte. Der einsetzende Schnee, etwas matschig, aber wunderbar glitschig, war bestens geeignet um super slowly-side-ways daher zu kommen. Mit Runde um Runde, mal hier rum, mal da entlang, trocknete der feine Belag ab und es waren hohe Geschwindigkeiten drin. Die Gäste mit Fremdfabrikaten, die nicht so auf Rutschig epicht sind (geschweige denn schotter gängig sind), konnten nun ausführlich Testen.

Nach einem Snack zum Mittag setzte Regen ein – das machte den Vier-Wetter-Mix perfekt. Ein schlichter Winterreifen hatte hier die Nase vorn. Ein 15 Jahre alter Winterreifen (zum Testen gut geeignet) eventuell nicht so, aber schwarz und rund.

Jochen hatte alle Hände voll zu tun, um nicht nur den Junioren zu zeigen wie man einen Volvo, der neben der Strecke fest steckt, fachgerecht frei zu schaufelt. Den ganzen Tag über war er immer auf den Punkt – mit der Schaufel – (wo kam sie nur her und wohin verschwand sie wieder?) – hilfreich zur Stelle.

Am Abend, nach einem leckerem Buffet, wurden die VOC-Teams geehrt sowie die ersten drei Teams des Nordic West Euro Cup. Dabei auch das schwedische Team Tom Kristensson und Timmy Brentsson, die den NWEC das ganze Jahr über souverän in Griff hatten. Genau genommen haben sie alle Läufe gewonnen und konnten den letzten, die Waldviertel in Österreich, sogar schwänzen. Sigge Mayr und Hunbert Spindler wurden mit dem silbernen 244 Zweiter und Team Stefan Haberland mit Alex Färber und Thomas Bernöcker Dritter. Congratualtions!

Im VOC Deutschland hingegen war die finale Entscheidung bekanntlich zur Havelland Rallye gefallen, wo letztendlich Werner Löseke und Paul Tenberge punktgleich mit Andreas Leue und Vanessa Knof, den VOC-Meistertitel holten. Übers Jahr hatten Werner und Paul mehr zweite Plätze vorzuweisen. Denkbar knapp das. Herzlichen Glückwunsch an alle!

Wir möchten an dieser Stelle Alfred Gorny danken, der im Laufe des Nachmittags dazu kam. Ein kleines Leckerli wurde ihm hoch offiziell überreicht, als Symbol unseres Dankes für ein immer offenes Ohr, für Hilfestellung auf den Punkt, für ‚große‘ als auch für ‚kleine‘ Teams! Danke!

Final wurde der Volvo Cup Kalender für 2016 festgelegt. Termine und Läufe findet Ihr in Kürze der Rubrik Volvo Cup. Auch der Rahmenplan des NWEC steht – Details folgen.

Aus gegebenem Anlass gab es im Laufe des Abends sorgenvolle und intensive Gespräche über die Zukunft des Rallyesportes in Deutschland. Neue Regelungen sollen greifen. Dies muss zielführend diskutiert und idealerweise auf die Praxis, also die vorliegende Realität, angepasst werden. Die Stimmen der privaten Teams müssen formuliert und gehört werden, denn auch für die privaten Teams soll Rallye zukünftig tragbar und gangbar bleiben.

Dennoch blicken wir freudig auf eine neue und mit Sicherheit spannende VOC-Saison 2016!

Bis gleich, Euer Kalle und Team!

Fotos: Horst Meyer

Kalle

VOC Siegerehrung 2015

Am letzten Wochenende im November wollen wir die Sieger ehren und gemeinsam die erfolgreiche VOC Saison 2015 feiern.

Eingeladen sind alle Fahrer und Beifahrer, die 2015 im Volvo Original Cup Deutschland gestartet sind.

Ort & Zeitplan

Groß Dölln, Driving Center, 17268 Templin OT Groß Dölln

27.11.15, ab 18.01 Uhr – Anreise im Feriendorf Groß Väter See
28.11.15, 9.54 Uhr – Anreise Driving Center Groß Dölln
28.11.15, ab 10.01 Uhr – Testen, Training
28.11.15, 18.31 Uhr – Siegerehrung, anschließend Programm mit Feier & Open End
29.11.15, ab 8.01 Uhr – Frühstück & Abreise

Bitte Getränke mitbringen! Auch mitbringen: Volvo und Helm. Bitte per EMail bei Hagen anmelden, damit wir ausreichend Platz in der Unterkunft reservieren können. Für Verpflegung ist gesorgt.

Im Driving Center Groß Dölln sind natürlich im Fahrerlager unsere Fans, mit Blick auf die Strecke, willkommen!

knut_inge

Meisterträume im Schlamm!

,,Haberland! Wo ist Haberland?“ Aufgeregte bis versteinerte Gesichter im Parc Ferme nach der Zieldurchfahrt der 43. Havellandrallye, südlich von Potsdam, im Spargelreich rund um Beelitz.

Die Dramen die sich bis dahin zwischen abgeernteten Feldern und verwaisten Bahndämmen, auf glatten Beton-Plattenstraßen und schmierigen Waldwegen abspielten haben die Protagonisten nur zum Teil im vollen Umfang mitbekommen.

Tagelange Regenfälle haben im Vorfeld das Geläuf aufgeweicht, die schnellen Strecken bieten reichlich Chancen für ungewollte Ausflüge ins Unterholz. Dazu kommt die Angst vor dem Nebel in den Abendstunden, der die teuren Zusatzlampen so sinnlos macht wie den Regenschirm im Wirbelsturm. Aber es bleibt klar und trocken, die Aufgabe indes schwierig.

8 Volvos kamen zum letzten Lauf des VOC in Deutschland. Die Rallye Amazone Anja Frese mit Co Helmut Wigger, Altstar Charly Beck mit Jörg Stierle, die Junioren Linus Noll und Pascal Fölling, die Thüringer Hagen Fritsch und Martin Luthardt sowie das Comeback des Jahres, Rückkehrer Silvio Mollitor mit Norman Jakobs oder eben jener Stefan Haberland und Thomas Bernöcker. Sie alle sollten nur die Statisten sein im großen Showdown der beiden Favoriten, der Führenden in der laufenden Meisterschaft.

Punktgleich (!) kamen Werner Löseke / Paul Tenberge und Andreas Leue / Vanessa Knof nach Südbrandenburg. Der direkte Kampf auf der Strecke würde die Entscheidung bringen. Jeder Patzer, jeder noch so kleine Rutscher sorgte für eine Spannung, wie wir sie in noch keinem Meisterschaftsfinale vorher erlebt hatten. Der Veranstalter zollte den Witterungsbedingungen Tribut, ca. 10 der knapp 70 WP-Kilometer wurden vor dem Start für unbefahrbar erklärt. Es blieben jedoch genug Schlammlöcher übrig um gleich auf WP01 eines der ersten Fahrzeuge darin versinken zu lassen. Während der halbstündigen Unterbrechung noch ein letzter Plausch der Akteure und man wurde den Eindruck nicht los dass dem einen oder anderen einen Neutralisation ganz gelegen kommen würde. Zu scheußlich sind die Streckenverhältnisse.

Als es endlich los geht ist es für Youngster Linus Noll auch gleich wieder vorbei. Nach nur zwei Kilometern wirft er den goldenen Neuner von Onkel Jürgen schwungvoll von der Strecke. Den beiden und dem Auto ist nichts passiert, an eine Bergung ist jedoch vor Ende der Rallye nicht zu denken. Auch das gehört zur Lernkurve.
Die erste Bestzeit indes setzt Stefan Haberland knapp vor Charly Beck, der kurz vor dem Ziel den Notausgang in einer R2 bucht. Den Gleichen nutzt kurz darauf auch Hagen Fritsch (das hatten wir doch schon einmal!). Und unsere beiden Meisterschaftsanwärter? Werner Löseke fährt auf Rang 3, Andreas Leue verliert 2 Sekunden. Allerdings schiebt sich hier noch Silvio Molitor zwischen die beiden, was im Moment dem Westfalen Team in die Hände spielt.

Auf WP02 setzt sich Charly Beck an die Spitze, dahinter bleibt alles gleich. Andreas und Vanessa müssen etwas zulegen, wenn sie noch ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden wollen. WP03 sieht dann Löseke vor Leue, der damit an Mollitor vorbeizieht. Jedoch kann auch Löseke Haberland hinter sich lassen. Wieder einer dazwischen! Nach der ersten Pause dann wieder Haberland vor Beck und Löseke. Leue patzt und fällt auf Platz 5 zurück. Haberland ist wieder an Löseke vorbei. Auf WP05 wird Silvio Mollitor Opfer der schwierigen Bedingungen. Ein Graben bedeutet für beide Endstation und Andreas Leue und Vanessa Knof rücken einen Platz auf. Jetzt wird es wieder spannend!

Nach der Servicepause bricht langsam die Nacht herein. Starke Nerven sind jetzt gefragt! Bleibt alles so sind Löseke / Tenberge Meister. Leue muss an Haberland / Bernöcker vorbei, dann reicht es für sie! (auf die ,,Streicher“ wollen wir hier nicht näher eingehen) Doch der Skoda-Manager fällt auf WP06 einen Lichtmast! Dieser hinterlässt seine hässlichen Spuren am orangen 9er, beeinflusst sein Fahrverhalten aber in keinster Weise und auch das Licht ist noch intakt. Während dessen machen Charly und Jörg alles klar an der Spitze. Werner Löseke kann sich ob des Puffers Haberland seiner Sache sicher sein.

Dann das Missgeschick: Stefan und Thomas verpassen einen Abzweig auf der Verbindungsetappe und fahren sich beim Wenden im Graben fest! Damit wäre der Weg für Leue / Knof frei! Was jetzt kommt gehört zu den ganz großen sportlichen Gesten: Andreas Leue und Vanessa Knof ziehen Haberland mit dem Seil aus den Graben und verhelfen ihnen somit zu Weiterfahrt! So wird Fairpaly geschrieben! Respekt!

Karl-Friedrich ,,Charly“ Beck und Jörg Stierle gewinnen den VOC-Lauf, verpassen jedoch auf der letzten WP den Klassensieg durch einen Dreher. Und die Meisterschaft? Haberland erscheint nicht im Parc Ferme! Unruhe bei Werner Löseke, Andreas Leue versteht die Welt nicht mehr. ,,Wo ist Haberland?“ Der nutzt in aller Seelenruhe die komplette Zeit um sein Auto an der Tanke von gefühlten 2 Zentnern Schlamm zu befreien und etwas Sprit nachzufüllen! So ein Bazi!

Als er endlich im Beelitzer Spargelhof einrollt langt für Werner Löseke / Paul Tenberge der zweite Platz vor dem Schelm Haberland zum Titel, der wiederum damit den dritten Platz in der Jahresendwertung vor Anja einfährt. Platz vier reichen Andreas Leue und Vanessa Knof zur Vizemeisterschaft. Platz 5 geht nach Thüringen an Fritsch / Luthardt, 6. werden Frese / Wigger. So findet eine wirklich spannende Saison 2015 ein würdiges Ende!

Der Volvo Original Cup lebt! 16 Teilnehmer in diesem Jahr und ca. 7 pro Veranstaltung können sich durchaus sehen lassen. Gefeiert wird auch wieder zünftig zur offiziellen Siegerehrung, Termin und Ort werden noch rechtzeitig bekanntgegeben.

Knut-Inge

Bilder: Rallye-Magazin von Simon Stäudten, Klaus und Bea Richter, Sascha Graf

Administrator

Newsticker

19.10.2015
Werner Löseke und Paul Tenberge gewinnen im 944 die Meisterschaft im Volvo Cup Deutschland 2015.
Glückwunsch!!

Details der äußerst ereignisreichen und spannenden Rallye Havelland als finalen Lauf zum VOC 2015 folgt umgehend.

Kalle

Die Wedemark …

war wieder eine Top-Veranstaltung! Spannung, Spaß und Rallye standen auf dem Programm. Die VOCler traten zahlreich an und einige mussten bereits in der ersten Runde Defekte einstecken. So Fritsch/Luthard mit dem 244
und Voltmer/Oppermann mit dem Wather’schen 944. Haberland/Färber siegen vor Löseke/Tenberge und die haben die Nase vor den Junioren Noll/Fölling. Sehr schnell unterwegs Beck/Kröninger. Allerdings
konnten sie die satten 4 min extra in WP1 nicht wirklich aufholen. So auch Leue/Lerch. Irgendwie hatte sich in WP 1 an der Links 2, gleich zu Beginn der WP, der ‚Stein innen‘ allen Teams beim Aufschrieb erfolgreich versteckt.

In der Zweiten Runde machen Beck/Kröninger die Sache von anbeginn klar; will andeuten ‚glasklar‘. Nur Löseke/Tenberge gehen das Tempo mit. Frese/Berz sind gut dabei und profitieren nicht zuletzt
von den Problemen der Teams Noll/Fölling und Frantz/Wigger. Haberland/Färber reiht sich mit den Junioren Voltmer/Oppermann und sowieso Team Fritsch/Luthard bei den Pechvögeln ein. Das in Kürze.

An den Veranstalter der Wedemark-Rallye von uns Volvos an dieser Stelle, sei Euch unser riesen Respekt, unser großes Kompliment sowie lieben Dank für die schöne Rallye ausgerichtet!


Und: einen haben wir noch: am 17.10.15 findet zur Havelland-Rallye bei Beelitz der finale Lauf zum VOC 2015 statt. Die Starterliste verspricht viel, nicht zuletzt muss ja der VOC-Meister 2015 noch gefunden werden. Spannung satt ist auf den 70km zu erwarten.
Team Andreas Leue und Team Löseke/Tenberge können Meister werden. Aber auch Team Haberland hat gerechnet. Lassen wir uns überraschen – und den Teams viel Erfolg!

Bis gleich – Euer Kalle.

Bilder: Klaus und Bea Richter, Simon Stäudten

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