Kalle

Der Frühling im Schafspelz

Zweiter Lauf zum VOC 2017 – die 47. ADAC Roland-Rallye Nordhausen

Komisch, aber logisch – in einem chaotischen System (wie Wetter, VOC, etc.) ist jeder Frühling neu. Es passieren Dinge anders als erwartet. So reisen acht VOC-Teams sauber bis gar perfekt vorbereitet nach Nordhausen. Neu dabei Martin Gerstenberger und Heiko Borack, die auf verschlungenen Wegen einen ‚Scheunenfund‘ kurzerhand als VOC-Auto reaktivierten. Es ist ein P244 als GLT (Motor B23E und Knutsen-Haube). Das Auto ist mit der Technik aus der Mitte der 80er Jahre ausgestattet. Diese Technik funktioniert auch heute noch 1A. Wir werden sehen, ob sie auch konkurrenzfähig ist. Martin und Heiko wollen ihre erste Rallye überhaupt bestreiten und sie erfahren im Vorfeld volle Unterstützung, sei es von ihren Familien und auch von den VOC-Teams. Werner Löseke und Paul Tenberge sind zeitig vor Ort, so auch Hagen Fritsch und Martin Luthardt. Linus Noll und Daniel Rosenmüller sind punktgenau Samstag früh vor Ort. Das zum Bestand des VOC.


Seit Wittenberg neu: die Junioren Patrick Rodewald und Daniel Ostmann, je mit einem 944 mit Marcel Gruber und Claudia Jung. Fröhlich und ein wenig angespannt wollen sie das Ü-Ei Nordhausen auspacken. Mit Sicherheit dezent und lecker vorbereitet reist Jeffrey Wiesner mit seinem Stamm-Co Stefan Harloff und dem neuen 944 an. Auch am Start Jürgen Krause und Phillipp Nenninger mit dem 244 in Gold. Die Berliner, seit dem Bergring 2016 dabei sind wie immer tiefenentspannt und doch ein wenig aufgeregt. Dieser 244 ist ebenso ein Scheunenfund, der seit seinem ersten Einsatz zum Bergring 2016 diverse Optimierungen erfuhr und mit Sicherheit, dank der Unterstützung seines Berliner Clans zum feinen VOC-Auto heran wächst.

Die Spreu vom Weizen – das trennt sich im Laufe einer Rallye – allerdings ist solch Rallye eine Momentaufnahme! Man ‚muss nur wollen‘ sagte Volker Clasen immer. Er bezog es damals mehr auf die wilde, bzw. geniale Aktionen je Szenerie auf der WP – ich weite das hier auf eine Schotterrallye an sich aus. Genug Beiwerk; jetzt zum Geschehen:



Werner Löseke und Paul Tenberge scheitern bereits morgens an der 944-Elektrik. Es will nicht starten. Die Herren werfen satte 2h Problemlösung ein und können leider im Ergebnis nicht einmal die WPs besichtigen. Absolut ungehörig und untypisch für einen Volvo Original! Scheinbar kommt sowas aber doch vor. Manch Zungen würden jetzt die 9er als generell zickig hinstellen und großspurig behaupten mit einem 2er wäre das nicht passiert. Das ist völlig unsachlich. Team Löseke packt also enttäuscht ein, läd auf und gibt sich für den Moment dem Elektrik-Bug geschlagen. Angesichts der extrem hohen Motivation der anderen Teams, die nicht wirklich zum Blümchenpflücken angereist sind, ist das bitter.


Nun endlich zum Geschehen: Die Besichtigung läuft und ist angesichtes einer Rallye 35 an WPs überschaubar. Um 12.01 startet das erste Auto. Die G-Gruppe VOC’s vorne weg. Die Junioren und Martin und Heiko in Aktion: aha – das geht wunderbar voran! Die harten Fakten vorweg: Wiesner/Harloff legen die Messlatte an und enden als Achte im Gesamt von 50 Startern. Soll ich Euch weiterhin mit kunstvoller Prosa verwirren? – Wiesner/Harloff ziehen die VOC-WP-Bestzeiten durch bis zum Schluss, mit je 10 bis 20 Sekunden Vorsprung vorm VOC-Feld. Habe darauf hin Sonntag morgen meine Spione von der Leine gelassen und sie fuhren das Wiesner-Auto Probe. Frei nach ‚Shit happens‘ – es ist ein VOC/G-Auto!


Schön zu sehen, dass Fritsch/Luthardt, bis auf einen kleinen Hänger in WP2, die zweit besten WP-Zeiten einfahren. Zwei mal, so Fritsch, müssen sie mit dem Rückwärtsgang agieren. Enger wird es zwischen dem neuen Team Gerstenberger/Borack, den Junioren und den Berlinern. Bei den Junioren ist es besonders spannend, wo wir Linus Noll mit Daniel Rosenmüller im güldenen 944 dazu zählen, obwohl sie bereits auf zwei VOC Saisons zurückblicken können. Linus und Daniel verstricken sich in WP 3 nachhaltig. Vorab hatten sie die eine Kurve als ‚tricky‘ erkannt und, so meine Quellen nicht wirr berichten. Genau dort haben die beiden sich dann verdaddelt und müssen schließlich aufgeben.


Krause/Nenninger bekommen eines der ‚Klamotten‘, die auf WP 2 frei gelassen wurden, ausgerechnet so dumm und zielgenau unter den linken hinteren Dämpfer gepfeffert, dass sie seit dem ungehörig-großes Spiel bei der Dämpfer-Arbeit erfahren. Gemeint ist ein Pflasterstein, wo alte VOC-Hasen das als ‚Kiesel‘ bezeichnen – so lange es nicht so punktgenau Schaden anrichtet. Das Auto ist anschließend eher knifflig im Handling.

Rodewald/Gruber zaubern im Rundkurs mitten in der Stadt ein wenig herum. Sie wollten den vorausfahrenden Wartburg überholen, aber das sollte nicht klappen, da sich spontan eine Verkehrsinsel auftut. Dann drüber. Papatöck und weiter. Martin und Heiko verwirren ebenfalls die Zuschauer: das geht an selber Stelle viel quer und noch mehr quer, aber Martin fängt es wieder ein.

Im Resumee eine wirklich gute Rallye und Dank an all die Helfer, Dank an die Organisatoren sowie an die Anwohner für das super Rallye-Feeling!


Im Ausblick auf die weitere VOC Saison steht nun die Fontane Rallye bei Neuruppin an. Diverse Zeichen sind gesetzt im VOC, dennoch können Rallye-theoretisch noch viele ungeahnte Dinge passieren.

Bis gleich, Euer Kalle

Fotos: Jörg Thiele, www.rallyebild.de

Kalle

Alles kam anders

Auftakt VOC 2017 – die 54. ADMV-Rallye Lutherstadt Wittenberg

Der Saisonauftakt zum Volvo Original Cup Deutschland fand, wie üblich in der Lutterstadt Wittenberg und dieses Jahr am 25.03.2017 statt. 2017 scheint alles anders. Die Wittenberger bereiten sich auf den 500sten Jahrestag der Reformation vor und nicht ganz selbstverständlich konnte denn doch die Rallye Wittenberg in der 54. Auflage statt finden – Dank an die Sponsoren und all die unermüdlichen Kräfte – sei es Dank an die vielen Helfer und Dank an die Organisatoren der Rallye! Alles anders heißt auch, dass das Wetter im zarten Frühlingsmantel daher kommt. Wir erinnern uns, dass um diese Jahreszeit ausgiebige Schlammschlachten im wittenbergschen Wald und Flur oder fröhliche Schnee- und Eispartys an diesem Ort statt finden.


Auch beim VOC ist alles anders: drei neue Teams stehen am Start: Daniel Ostmann und Claudia Jung sowie Patrick Rodewald und Helmut Wigger bringen jeweils einen 940 an den Start. Kurz entschlossen hat sich Jeffrey Wiesner mit Tassilo Weiß entschieden einen auf die Schnelle lecker neu gebauten 940 VOC an den Start zu stellen. Angereist sind zudem Werner Löseke mit Paul Tenberge mit einem neu aufgebauten 940, Hagen Fritsch und Martin Luthardt erscheinen mit neuer Bandscheibe und den üblichen Pflegearbeiten am 240 und so auch Philipp Nenninger und Jürgen Krause im revidierten 240 in Gold. Ebenso dabei in dezent 940-Gold, total entspannt und erholt aus der Winterwellnes kommend: Linus Noll mit Daniel Rosenmüller.


Ob nun als G-Gruppe- oder als F-Gruppe-Auto, das macht im VOC keinen Unterschied, denn was zählt ist es ein Volvo Original oder nicht. So wollen die zwei weiteren Volvo, Team Voigtmann mit dem blauen 740 und Basti Pfeiffer mit dem im neuen Kleid daher kommenden 240 aus der Wertung heraus fallen. So geht es easy los mit dem bemerkenswert pinknen 240 vom Pfeiffer als Vorauswagen. Sieht gut aus, was die da so machen! Das berichten meine Spione, die ich vor Ort postierte. Dann erscheinen die Junioren Ostmann und Rodewald. Ja, das sieht vielversprechend aus! Ruhig bleiben und lernen! Nenninger und Krause tasten sich erfolgreich durch während Löseke, Fritsch und Wiesner gleich ernsthaft an die Sache ran gehen.


Bereits in WP 1 legt Wiesner schnörkellos vor und schnappt sich 10 Sekunden vor Fritsch die Zieleinfahrt und der ist knapp vor Löseke. Werner und Paul leiden ein wenig – das ist nicht anders – unter einem fehlenden dritten Gang. Bei den wittenbergschen Strecken durch Wald und Flur, ist dies gar kontra-produktiv. Später ist es auch der Fünfte, der nicht mehr mitspielen will. WP 2 sieht ähnlich aus: Wiesner/Weiß vor Fritsch/Luthardt. Anders ist, dass die Rallye als Rallye 35, statt wie die Jahre zuvor als Rallye 70 angelegt ist. So finden wir uns zu WP 3 auf der Strecke ersten WP wieder. An sich kann ich da nicht groß Prosa von reimen, denn es bleibt so: Weisner zieht sauber durch und Hagen und Martin machen eine gute Figur vorm restlichen Feld. Die Junioren im Lernmodus und so auch Philipp, der nach der Rallye total entspannt und happy ist.


In WP 4 stehen meine Spione an dem Sprung, also sozusagen an einer Sprungkuppe. Interessant zu studieren wie ein 9er und ein 2er das so meistern. Beim Team Noll/Rosenmüller schwächelte gen Ende die Bremse und sie berichten von der Kuppe CS. Schätze, die war frei nach der antiken, amerikanischen Serie The Fall Guy nach Stuntman-Manier ausgeführt? Dennoch bleibt es dabei: Wiesner/Weiß vor Fritsch/Luthardt, vor Löseke/Tenberge. Summa summarum ist vieles anders und alle gehen mit ihrem Päckchen an neuen Eindrücken und Erfahrungen in die familiäre Siegerehrung hinein, um anschließend einen entspannten Abend zu genießen mit all dem Schnack und Hin- und her der Eindrücke vom Tag. Jeffrey meinte schmunzelnd, als wir ihn nach einem kleinen Kommentar zum Auftritt hier fragten: „Kam, sah und siegte.“

Mit Sicherheit steht uns eine super spannende Saison im VOC bevor und wir erwarten zur Roland-Rallye in Nordhausen, am 22.04.2017 weitere VOC-Teams. Sei es alt-bekannte Teams, die endlich ihren überzogen langen Winterschlaf beenden sollten oder gar neue Teams.

Bis gleich, Euer Kalle

Bilder: Cornell Hache und www.rallyebild.de

Kalle

Newsticker

14. März 217:
Am 25. März steht die Rallye Wittenberg auf dem Programm des VOC und des Schotter-Cup als Saisonstart in das Jahr 2017. Neu VOC-Autos und alte Bekannte werden zu sehen seien. Rundum viel versprechend!

24. Dezember:
Wir wünschen allen VOC-Teams, Freunden und Fans samt Ihren Lieben fröhliche Weihnachten und einen prima Rutsch in neue Jahr 2017! Bis gleich, Kalle und Team

22. Dezember:
VOC-Kalender für 2017 – siehe Rubrik Volvo Cup, samt Reglement

Kalle

VOC 2016 – Size The Day

Zum Abschluss einer sehr gelungenen Saison im Volvo Original Cup 2016 waren wie üblich die Teams und Freunde des VOC eingeladen, diesmal in Neuruppin ein abschließendes Training durchzuführen und die Sieger zu ehren.

Bekanntlich haben sich Werner Löseke und Paul Tenberge im 944 zum 4. mal den Meistertitel erarbeitet und verdient! Den Vice-Titel haben Anja C. Frese und Tim Berz mit dem 244 eingefahren. Dies nicht zuletzt, da Anja ihren alten, gelben 244 zur Havelland reaktivierte. Das VOC-Ur-Viech hat das Programm schlichtweg nach Plan abgespult. Hätte knapp werden können, denn Hagen Fritsch und Martin Luthardt im 244 (Knut-Inge) wollten auch ran. Allerdings sollte das durch einen erneuten Ausfall des Fritschen 240 zur Havelland denn gar nicht klappen – wie zuvor berichtet.




Für die Zahlenfreaks, hier was aus der Statistik: Durchschnittlich waren 6,6 VOC-Vovlos bei den in Deutschland ausgetragenen Rallye-Veranstaltungen am Start. Dies von derzeit 15 aktiven Teams in Deutschland, eines in Groß Britanien und eines in den Niederlanden.

Die Saison war nicht zuletzt so erfolgreich, da sich die Teams auf Service, natürlich in dem Rahmen, was zu einer Rallye 35 oder 70 erlaubt ist, verlassen konnten. Zur Sulingen als Nat. A gab es natürlich Full-Service. Silvio und Freddy Mollitor, teils samt Familie waren vor Ort und hatten nebst dem gut ausgestatteten Skandix-Service-Auto die gängigsten Ersatzteile von Skandix an Bord. Die Nachfrage nach Ersatzteilen an dem Ort, wo man es wirklich braucht – und das schnell – ergab eine Summe von 400.- EUR. Diese Summe wurde an das örtliche Kinderheim des DRK Kreisverbandes Ostprignitz Ruppin e.V. zur Ausrichtung der Weihnachtsfeier gespendet.

Einige Kinder der Rasselbande waren vor Ort und konnten in den Volvos als Co im sanften Training teilhaben. Das kam gut an bei den Kleinen!


Dabei war bereits jetzt eines der zu erwartenden zwei neuen VOC-Teams für 2017. Jeweils Junioren mit neu gebauten 940ern. Patrick hat den Tag genutzt, um ausgiebig zu Testen und zu Lernen. (Frei nach dem Motto: ‚Size the Day‘) Der Volvo derweil hat alles, was im Rallyebetrieb nicht nötig sein wird (Zierrat und Pastikverkleidungen) abgelegt. Patrick Rodewald mit Co Laura Gürtler und als weiteres Junior-Team will Daniel Ostmann mit Co im neuen Jahr die neu aufgebauten 940 VOC an den Start bringen. Zudem können wir gespannt sein, welche weiteren Teams zum Volvo Original Cup finden – man munkelt hier und da dies und das. Lassen wir uns überraschen!

Somit blicken wir in das neue Jahr, was viel Gutes, neue Teams im VOC und Spannendes für die Fans verspricht. 2017 hält leider diverse, unangenehme Hürden parat. Die neuen Regeln, die der DMSB und weitere Instanzen der gesamten Rallye-Szene für den zukünftigen Betrieb eines Rallye-Autos auferlegen sind knifflig und auf den ersten Blick schwer zu verstehen. Dies macht es den Teams und den Veranstaltern zum großen Rätsel und zur Mammutaufgabe den Rallye-Sport am Leben zu halten.
An der Stelle (wieder einmal) der Hinweis, dass es sich beim Volvo Original Cup um ein ‚Volvo Original‘-Auto der Baujahre ’70er – ’96 handelt. Sichere und unempfindliche Autos, die aus der Serie heraus (plus Rallye-Sitze/-Gurte, plus Käfig, plus Rallye-Dämpfer) für den Rallye-Betrieb startklar sind und das zudem wartungsfreundlich. Den Beweis führt der Volvo Original Cup seit Anfang 2000 in Deutschland und schon viel länger in Schweden.




Wild entschlossen und pragmatisch trotzen die Teams dem kalten Gegenwind. Der Terminplan für den VOC 2017 ist beschlossen. Dieser
wird in Kürze bekannt gegeben. Es soll ein wenig Abwechslung in der Auswahl der Veranstaltungen geben. Zukünftig findet die
VOC-Siegerehrung am ersten Samstag im Dezember statt.

Bis gleich, Euer Kalle und Team

Bilder: Normen Standke, Klaus und Bea Richter

knut_inge

Havelland Rallye 2016

Spät im Herbst fand das Saisonfinale in der Spargelstadt Beelitz, südlich von Berlin statt. Eisige Temperaturen in der Nacht sowie Nebel in den Morgen- und Abendstunden ließen niemand an das ‚königliche Gemüse‘ denken, um das sich hier sonst alles dreht.

Sportlich sollten die letzten Positionen unter den Volvo Quertreibern ebenso ermittelt werden wie im bestens besetzten Schotter-Cup. Ein Finale ist nun einmal nur ein richtiges Finale, wenn die anstehenden Entscheidungen noch offen sind und die Spannung im Vorfeld die Gemüter anheizt. Zwar standen Werner Löseke / Paul Tenberge schon seit der Wedemark Rallye als deutsche Meister im Volvo Original Cup fest, aber der Vize Titel war noch zu vergeben.




Den belegten bis dahin Anja C. Frese mit Co Tim Bertz (sie hatte nach dem Bad Schmiedeberg Überschlag kurzerhand ihren alten gelben Volvo reaktiviert), aber dahinter lauerten Hagen Fritsch / Martin Luthardt mit ganzen 6 Punkten Rückstand. Den beiden war allerdings die Position auf dem Treppchen nicht mehr zu nehmen, da Charly Beck, bis dahin viert Platzierter der Meisterschaft, nicht den Weg ins Südbrandenburgische fand.

Wenn somit auch für etwas Spannung gesorgt war, so drehten sich die Gespräche am Vorabend aber einzig um das Westphalen Duo Löseke / Tenberge. Diese führten nämilch just im Schotter Cup und alle Volvo Bändiger gönnten dem sympathischem Team diesen Titel. Einer der Ihren als Meister im gut dotierten und viel beachteten Schotter-Cup! Was für eine Werbung für den VOC und natürlich auch eine immense Aufwertung der Leistung aller Fahrer und Co Piloten im privat organisierten deutschen Ableger der Volvo Original Cup’s.




Doch der Samstagmorgen begann schlecht. Die Kupplung machte Werner und Paul Sorgen, die Gesichter sprachen Bände.
Nachdem sich der morgendliche Nebel pünktlich zum Start der ersten Etappe gelichtet hatte, versagte diese im blauen 940er komplett den Dienst. Anfahren und Schalten ohne Kupplung im Volvo. Weiß der Teufel wie das geht. Das hinderte die beiden aber nicht daran gleich mal die Bestzeit im VOC in den Asphalt zu stampfen.
Dahinter kam Andreas Leue mit Janosch Hartmann auf Platz zwei ins Ziel vor Hagen Fritsch, der den erkrankten Martin Luthardt durch Volvo-Stamm Aushilfs-Co Daniel Rosenmueller ersetzte.

Noll / Melzer lagen vor Krause / Nenninger, bei Anja und Tim begann nach eigener Auskunft erst einmal die ‚Kopf-Reparatur-Phase‘. Nach Etappe zwei rollten Löseke / Tenberge dann entgültig Aus! Schade!
Auf der Transportetappe im Anschluss verloren Fritsch / Rosenmueller den Bremssattel, somit war auch hier die Entscheidung zu Gunsten von Anja C. Frese / Tim Bertz gefallen. Glückwunsch zum verdienten Vize Titel im VOC Deutschland!

Auf der Strecke kehrte bei leicht schmierigen Bedingungen und den aufkommenden Nebel in den Abendstunden sicher keinerlei Langeweile ein. Die Positionen indes waren fortan bezogen nur Jürgen Krause / Philipp Nenninger besuchten auf der letzten WP noch mal einen Graben, kamen aber schlussendlich doch noch ins Ziel.


Leue / Hartmann rauschten im Orangen 9er ungefährtet auf Platz eins ins Ziel. Linuns Noll / Mike Melzer feierten mit Platz 2, nach viel Pech in den vergangenen Läufen einen versönlichen Saisonabschluss und auch Anja gelang die ‚Kopf-Reparatur‘ mit Platz drei eindrucksvoll.

Werner Löseke / Paul Tenberge konnten sich immerhin noch mit dem Vize-Titel im Schotter-Cup trösten. Auch das wird registriert und bedeutet sicher einen der wertvollsten Erfolge in ihrer Laufbahn!

2 Wochen später wurden die Sieger in der Fontane Stadt Neuruppin gekührt. Doch dazu später mehr.

Knut-Inge

Bilder: Cornell Hache – www.rallyefotoGraf.de

Kalle

Newsticker (Update)

Am letzten Wochenende im November wollen wir die Sieger ehren und gemeinsam die erfolgreiche VOC Saison 2016 feiern.

Eingeladen sind alle Fahrer und Beifahrer, die 2016 im Volvo Original Cup Deutschland gestartet sind, sowie ausgewählte Gäste.

Ort & Zeitplan
Sportcenter-Neuruppin, Trenckmannstr. 14a, 16816 Neuruppin, www.sportcenter-neuruppin.de

25.11.16, 18.00 Uhr Anreise Sportcenter Neuruppin
26.11.16, 08.01 Uhr Anreise Sportcenter Neuruppin, anschließend Abfahrt zur Test-Strecke.
26.11.16, 10.01 Uhr Testen / Training bis Sonnenuntergang (ca. 16.00 Uhr).
26.11.16, 18.31 Uhr Siegerehrung, anschließend Programm mit Feier & Open End
27.11.16, 8.00 Uhr Frühstück & Abreise

Verbindliche Zusage per EMail bis 21.11.16 oder telefonisch bei Hagen, Silvio oder Anja anmelden, damit wir die Strecke und die Verpfelgung passend arrangieren können. Weitere Details findet Ihr in der Einladung, die Euch zugegangen ist.

… wie zwei Wochen zuvor zur Rallye Wedemark stand Sonne satt, leichter Wind und Staub auf dem Programm. Zur 11. ADMV Rallye Kurstadt Bad Schmiedeberg kamen sau schnelle Schotterwege sowie Asphaltsträßchen mit Schikanen dazu. Vier VOC-Teams reisen an. Werner Löseke / Paul Tenberge mit dem 940, um die Führung im Volvo Original Cup auszubauen. Anja C. Frese diesmal mit Jürgen Krause und dem 240, um den zweiten Platz im VOC zu halten. Der 240 erhielt zuvor bei TJ Kfz-Technik in Bad Salzufeln eine ausgiebige Wartung, denn 3 Rallyes in Folge (BuBi, Stemwede und Wedemark) gehen nicht ganz spurlos an solch einem Dickschiff vorbei. Thomas war sehr zufrieden und meinte: „Jetzt wird es langsam ein richtiges Rallye-Auto.“ Dabei natürlich Hagen Fritsch / Martin Luthardt mit dem 240. Sie hatten zur Wedemark die Aufholjagd in der VOC-Tabelle erfolgreich eingeläutet. Und, endlich wieder dabei Stefan Erndl und Bärbel Gertis und dem 740.


Die Wertungsprüfungen, die ab Samstag morgen besichtigt werden sind Geschmackssache. Lange, sehr schnelle Passagen über Wald- und Feldwege. Halb Schotter, halb Asphalt, da fällt die Reifenwahl schwer. Hagen wählt Winterreifen, die möglichst auch im Schotter irgendwie taugen. Löseke und Erndl wählen Schotterreifen. Team Frese setzt auf ’stink normale‘ Sommer-Straßenreifen. Die Asphaltwege sind in Teilen mit Schikanen bestückt, die teils eng und insbesondere mit empfindlichen Strafzeiten belegt sind, so man die Schikanen-Reifenstapel beim Passieren in Bewegung bringt.


Die erste Wertungsprüfung wird neutralisiert und so gehen Werner und Paul in WP2 als Asphalt-Rundkurs mit engen Schikanen erst einmal in Führung. Stefan und Bärbel nur 3 Sekunden später im Ziel. Hagen und Martin kommen insgesamt gut durch. Anja mit Jürgen als Co lassen es sachte angehen. WP 3 bietet Asphalt mit den besagten Schikanen, hingegen WP 4 kommt mit viel Schotteranteil daher. Dies samt langen „Geraden“ durch Feld und Wald. Inklusive WP 4 läuft alles wie es zu erwarten ist. Kleine Pause und Abkühlung/Erfrischung für die Fahrer plus lecker Kuchen.


WP 5 steht an. Am Fusse des Gollmer Berges macht Anja das, was sonst nicht stattfindet – schwungvoll geht es in die Rechts 5 (Feldweg zu beiden Seiten Acker) und das Ganze kommt zu quer. Der spontan in Erwägung gezogene ‚kleine Umweg‘ über den Acker klappt nicht, da der Ackerrand nachhaltig im Schweller einhaktund die Energie sehr agil um die Längsachse übers Dach umgelenkt wird. Weiterfahren kommt nicht wirklich in Frage – vorrangig – den Fahrern ist nichts passiert.


Die verbleiben Teams erreichen allesamt elegant das Ziel der WP. In WP 6 passieren Team Löseke / Tenberge und Erndl / Gertis gar zeitgleich die Ziellinie. Das Ende der letzten WP sehen Werner und Paul dann aber nur aus der Ferne. Wieder wirft der 940 die Kardanwelle ab, was logischer Weise spontan den Vortrieb unterbricht. Sie parken im Wald, kurz vorm Ziel. Erste sind somit Stefan Erndl / Bärbel Gertis vor Hagen Fritsch / Martin Luthardt. Dennoch sind Werner und Paul nicht mehr zu kriegen und verbleiben die Nummer 1 im VOC. Anja hält immernoch, wenn auch hauchdünn den zweiten Rang vor Hagen und Martin.

Ein spannende Rallye! Insgesamt gut gemacht mit einer, für die Zuschauer einsehbaren technischen Kontrolle der Wettbewerbsfahrzeuge am Vorabend der Rallye – mitten im Festzelt und der anschließender Rallye-Party. (Die dort anliegenden dB an Musik zum ‚Abhotten‘, erreichen die gestarten Rallye-Autos niemals.)

Gespannt erwarten wir die finale Entscheidung auf den Rängen des VOC 2016 zur Havelland.

Bis gleich, Euer Kalle

Bilder: Mike Lehmann, Simon Stäudten, Jörg Ullmann, www.rallyebild.de

Nächste Veranstaltung im VOC: 44. ADAC / PRS Havellandrallye – Durch den Flämming – 11./12. Nov. 2016 – Havellandrallye 2016

Kalle

Sonne, Staub, Spannung

… genau genommen Sonne satt, viel Staub und wunderbare Spannng. Nach Kuppe voll! auf dem Bergring Teterow folgt im diesjährigen VOC-Kalender die Wedemark: Kuhle voll! Der Sommer tobt am Samstag, den 27.08.2016 mächtig durch die Süd-Heide nördlich von Hannover und bringt bestes, aber heißes Sommewetter zu Tage. Manch Fahrer wünscht sich eine Klimaanlage ins Auto herbei. Die Strecken der Janina-Wedemark-Rallye sind bekanntlich spannend und müssen mit viel Geschick, dennoch zeilstrebig (also schnell) und mit Eleganz genommen werden.




Fünf VOC Teams reisen an und finden eine sehr gut organisierte Veranstaltung vor. Rallyezentrum, technische Abnahme und Dokumentenabnahme sind zentral, samt Duschen an einem Ort gelegen. Team Löseke / Tenberge, Frese / Berz, Noll / Melzer, Fritsch / Luthardt und seit dem Bergring dabei Krause / Nenninger. Alle Teams hatten nach dem Bergring diese oder jene neue Evolutionsstufe in der Entwicklung des Volvo erarbeiten müssen.

Werner und Paul treten an, um hoffentlich den Sack zu zumachen in Sachen Meisterschaft im Volvo Original Cup 2016 – wir sehen, ob sie das auf Anhieb schaffen. Vordergründig betrachtet treten Anja und Tim sowie Linus und Mike an, um irgendwie den Rang des VOC-Vice zu erhaschen. Und so auch Hagen und Martin, um dem zweiten Platz näher zu kommen.
WP 1 kommt als warming-up auf Asphalt daher und um die Mittagszeit nehmen die sommerlichen Temperaturen fahrt auf. Hier haben Löseke / Tenberge ganz entspannt die Nase vorn. WP 2 aalt sich ausgiebig durch die dort heimischen Sand-Brüche mit spannenden Ecken, Abzweigen und Schikanen. Auch hier lassen Löseke / Tenberge nichts anbrennen, wobei Fritsch / Luthardt erfolgreich beginnen den Patzer aus WP 1 auszubügeln.




Noll / Melzer sind je ca. 3 Sekunden vor Frese / Berz im Ziel. Team Krause / Nenninger, wobei diesmal Phillip das Steuer führt, basteln sich im Lernmodus durch. In WP 3 (die Temperaturen steigen) geht es als Rundkurs wieder ausgedehnt durch die spannenden Sandkuhlen, wo die Zuschauer viel Staub um die Ohren kriegen. Anja zögert mehrfach, bedingt durch die teilweise schlechte Aussicht auf die Strecke, womit Linus sich 40 Sekunden Vorsprung heraus arbeitet. Hagen und Martin machen die Bestzeit und Werner / Paul klagen über einen zickigen 940 (sind die nicht immer zickig?) sowie über massive Staubentwicklung verursacht von anderen Teilnehmen voraus, was im Rundkurs immer mal gerne statt findet.




Kleine Pause, neue Runde. WP 4, Asphalt. Werner zieht durch und so auch Hagen und Martin. Linus und Mike kommen nur so viel vom Weg ab, dass sie in der erlaubten Zeit aus dem kleinen Graben nicht mehr heraus finden. Schade! Wieder in den Sand-Gruben ändert sich kaum noch was am Ranking. Löseke / Tenberge schießen sich auf die VOC-Prüfungs-Bestzeiten ein und Fritsch / Luthardt spulen sauber ihr Programm ab. Der Sommer tobt derweil mit heißer Freude durch die Wedemark und Nenninger / Krause kommen zusehens besser zurecht. Hingegen nach WP 5 entschließt sich der güldene 240 das Kupplungsseil reißen zu lassen. Aus. Die verbleibenden Teams fahren so ins Ziel ein: Löseke / Tenberge Rang 1 und somit aller Voraussicht nach, ist das der vorzeitige Sieg der Meisterschaft im Volvo Original Cup 2016! Fritsch / Luthardt bringen sich nach einer bislang durchwachsenen Saison erfolgreich wieder ins Geschehen ein und rutschen auf Rang 3 im Gesamt des VOC. Frese / Berz können, nicht zuletzt durch den Ausfall von Noll / Melzer sich den 2. Rang, für den Moment, sichern.




Eine klasse und spannende Veranstaltung! An dieser Stelle unseren nachdrücklichen Dank an den Veranstalter und an die vielen Helfer, ohne die solch feine Rallye gar nicht möglich ist!

Bis gleich, Euer Kalle

Bilder: Klaus und Bea Richter

VOC Sommerfest am Bergring Teterow

Es war einmal – hier endlich die News:

… wieder einmal – und es ist einfach ein besonderer Ort der Bergring in Teterow! Dort, wo die alten Zeiten mit spannenden Rennen und fröhlichem Beisammensein in der Luft geistern – stand ein VOC-Sommerfest samt lecker Rallye-Fahren auf dem VOC-Menue. Satte 10 Volvo-Original und ein fein gebauter 242 mit mächtig Vortieb stehen am Start. Jochen Walther ist mit Ronny Thoms vor Ort, Werner Löseke mit Paul Tenberge, Charlie Beck mit Jörg Stierle sowie Norbert Krämer mit Andrea Lukas. Dabei auch Hagen Fritsch mit Martin Luthardt – dessen Geburtstag wir denn auch feiern wollen. Das ab Mitternacht nach der Rallye. Andreas Leue konnte sich Zeit frei schaufeln und steht mit Janosch Hartmann am Start. Janosch war ein paar Jahre verschollen, fand aber den Weg zum VOC zurück. Linus Noll und Mike Melzer mit dem güldenen 944 sowie Anja C. Frese mit Tim Berz mit dem 244 in weiß.


Neu dabei, ein 244-Traum in Gold mit Jürgen Krause und Philipp Nenninger. Anja und Silvio hatten hier ein wenig Vorarbeit investiert, um die Greenhorns an den Start zu bringen – aber, wie wir sehen werden mit Erfolg! Silvio Mollitor lässt mal vom Schrauben ab, was ihm nicht so schwer fällt und führt mit Dirk Stopowski das Bernstein-Auto aus.


Diesen Sommer scheint es zum guten Ton zu gehören, dass es mal mehr, mal weniger regnet. So auch am Vormittag der Rallye. Niemand war wirklich überrascht, dass der Ring als Grasbahn, bei ausreichend Regen, recht glitschig wird. Somit ist die erste Runde, den Ring rechts herum, nur zum irgendwie Durchkommen geeignet. Die zweite Runde hingegen geht bereits ca. 30 Sekunden schneller, da der Bergring zügig abtrocknet. Löseke / Tenberge legen erst einmal vor, wobei naturgemäß Jochen und Charlie schwer abzuschütteln sind. Zur zweiten Runde steht der Rundkurs um die Speedwaybahn an. Löseke, Walther und Beck ziehen durch. Krämer/Lukas sind dran. Silvio und Dirk müssen die Segel streichen, denn der Viskolüfter versagt den Dienst. Krause/Nenninger finden sich ganz gut zurecht und haben die Zuschauer auf ihrer Seite, denn mit Serienfedern ist die angewandte Physik, die auf das Auto einwirkt deutlich zu erkennen.


In der dritten Runde gibt es den Ring mit Kringel um die Speedwaybahn. Schöne Prüfung! Hier verbringt Linus den schlanken Strohballen an der Kehre Rechts stehend an einen anderen Ort. Zum Leidwesen der Nachfolgenden. Jürgen und Philipp dürfen im Rundkurs lernen, was es mit einer Runde zu wenig oder einer Runde zu viel auf sich hat. Man könnte annehmen, dass bis drei zählen einfach ist – allerdings kommen hierbei durchaus hoch gebildete Leute oder gar erfahrene Rallyefahrer gerne mal ins Grübeln. In der letzten Runde haben Leue/Hartmann Probleme mit der albernen Bodenwelle vor der Kehre (die mit dem Strohballen) und verbiegen sich den Querlenker. Anschließend ist Rätseln angesagt, was der Volvo nun als Gerade aus anlegt.


So auch bei Anja und Tim. Im Ziel haben Walther/Thoms mit 15 Sekunden die Nase vor Löseke/Tenberge. Deren 940 legt in der Zielgeraden die Kardanwelle ab. Der Schwung reicht, um durchs Ziel zu rollen. Beck/Stierle mit 4 Sekunden dran. Das restliche Feld rauscht bald im Sekunden-Takt durchs Ziel. Nur Anja und Tim bleiben in der letzten Links 2 vorm Ziel, nicht wirklich elegant, kurz an dem blöden Sandsack hängen, dank eines total verbogenen Querlenkers.

Schöne Rallye – geniale Strecke und bestes Ambiente! Dank an den Veranstalter und all die Helfer!

Bis gleich, Euer Kalle

Bilder: Klaus und Bea Richter, Sasch Graf, Cornell Hache

Kalle

Sieben auf einen Streich

… wir schulden Euch noch diesen oder jenen Bericht. Beginnen wir mit der Sulinger Bärenklaue im Mai.

Es gibt Tage, da passt einfach alles – oder es passt weniger bis gar nichts. Dennoch viel Sonne und Wind, wunderbares Licht im frühlingshaft-ergrünenden Sulinger Land. Genug der Prosa – hier die Fakten: Acht Volvo Original sind am Start und haben teils weite Wege auf sich genommen, um dabei zu sein – bei der neuen Ausgabe der ‚Sulingen‘, die diese Jahr als Sulinger Bärenklaue vor den Teams liegt. Angereist sind Chris und Robert Wheeler aus Groß Britanien. Sie sind in Sulingen bekannt und nutzen schlichtweg diese Veranstaltung, um sich mit anderen Volvos zu messen. Auf der Insel sind sie die einzigen Vertreter mit ihrem 744 und sorgen dort immer wieder für Verwirrung. Traditionell dabei Harmsen und Harmsen, das einzige aktive VOC-Team aus den Niederlanden. Es gäbe noch VOC-Autos, so sagen sie, aber die Teams fahren nicht. Das gibt Anlass Lösungen zu suchen, wie man die Teams reaktivieren kann.

Solch ‚große Rallye, als National A, hier gar als DRM, genauer als Rallye Masters betitelt, ist naturgemäß eher stressig. Anreise – ist alles dabei, was man braucht? Oder einfach: das was nicht dabei ist, braucht man dann dringend – das ist wie im echten Leben. So reisen einige bereits am Donnertsag Abend und teils Freitag Früh an. So, Teams Löseke / Tenberge, Haberland / Rosenmüller und Beck / Kröniger. Die entschieden sich kurzfristig doch den Volvo an den Start zu bringen. Krämer / Münch hatte einen weiteren Weg und kannte, ebenso wie Charlie das IVG Gelände noch gar nicht. Linus Noll mit Thomas Johannhardt sind dabei und Frese / Berz sind auch da und entdeckten beim Reifenwechsel, dass der 244 die Bremsflüssigkeit nicht bei sich halten kann. Im Laufe des Freitages rettete Familie Schmidt die Situation, indem sie einen Tag früher anreisten und das fehlende Teil direkt von Skandix mitbringen. Danke!!

Dank des top ausgestatteten Service Mobils von Silvio und Freddi Mollitor mit vielen Volvo Ersatzteilen direkt von Skandix an Bord und den richtigen Händchen für diese Autos, ist die Bremse an Anjas 244 schnell wie neu und entsprechend leistungsfähig. Dies ist für WP 5 und 7 im IVG Gelände von entscheindener Bedeutung. Also nicht zu früh – genau richtig können Anja und Tim an den Start. Stefan Haberland mit Daniel Rosenmüller und Siggi und Renate Mayr reisen auch bereits Donnerstag an. Beide Teams haben aus dem Süden des Landes kommend einen stundenlangen Weg plus/minus Stau. Stefan hat Reifen für Anja im Gepäck, gut eingefahren, aber gut brauchbar. Anja stellt bald fest, dass diese ‚Radiergummis‘ echt schick sind. Werner Löseke hingegen hadert die ganze Veranstaltung mit seinen Reifen und da sind wir am entscheidenen Punkt: Alles geht oder es geht nichts. Hier schon mal vorweg erwähnt: bei Stefan und Daniel passt von Anbeginn einfach alles! Zu sehen an den Bestzeiten (gemessen an den anderen VOC) je WP.

Los geht es am Nachmittag mit einer A-E und dann ein wenig Rumwarten und der neue Rundkurs im Dunkeln. In der Bewertung des Rundkurses scheiden sich die Geister. Manche finden es toll, andere gar nicht. WP3, eine A-E im Dunkeln. Haberland/Rosenmüller fahren in WP 1-3 schon mal schlappe 30 Sekunden Vorsprung heraus. Team Mayr setzt auf die Volvo Original Scheinwerfer, was erstaunlicherweise nicht mal so frapierend an der WP-Zeit erkennbar ist und Werner und Paul verdaddeln sich und müssen im Dunkeln mit Staub vor der Nase das Feld von hinten aufrollen. Frese / Berz kommen so lala durch und rollen in WP3 in Werners Staub etwas orientierungslos rum. Charlie Beck und Sebastian Kröniger fahren leider auch auf der Schiene ‚manchmal geht gar nix‘ rum und geben am Abend mit defektem Getriebe auf. Sie entscheiden sich das Getriebe nicht zu tauschen und sind zum Restart am Samstag nicht dabei. Team Wheeler kommt langsam in Schwung. Team Harmsen startet gut, aber sie patzen nachhaltig in WP3 und finden satte 6 Minuten im Dunkeln. Haberland führt, gefolgt von Mayr, ca. 8 Sekunden vor Löseke/Tenberge. Krämer/Münch sind dran. Noll/Johannhardt haben in WP 1 Probleme mit dem
Motor, kostet 2 min. Danach lief es einigermaßen rund.

Samstag setzt Haberland seinen Lauf unbeirrt fort, tut gar noch einen drauf und baut attraktive Ausrutscher ohne Zeitverlust ein – alles für die Zuschauer! Im IVG Gelände ist Haberland jeweils entspannte 30 Sekunden vor Mayr oder Löseke. Diese Teams jagen sich je WP 5-10 Sekunden im Pingpong-Modus ab. Ab WP 6 kommt Team Wheeler in Gang und nimmt sich immer öfter die dritt-schnellste WP Zeit. Noll/Johannhardt verstricken sich im Wald bei Steyerberg mit einem weiteren Platten, was extrem viel Zeit kostet. So viel Zeit, dass sie aus der Wertung rutschen. Krämer/Münch verlässt im wilden Wald mit Bunkern die Bremse, was sie als ’no-go‘ betrachten und aufgeben müssen. Der weitere Verlauf nach dem zweiten Durchgang im IVG ist Makulatur. Haberland / Rosenmüller machen alles richtig und das schnell. Mayr und Löseke kloppen sich um wenige Sekunden hin und her. Tema Wheeler beginnt sauber in Tritt zu kommen. Team Harmsen wird auch immer sicherer.

Es bleibt aber dabei, dass Haberland / Rosenmüller alle anderen 7 Volvo vom Start weg haben stehen lassen. Sie sind zudem in der Gesamtwertung als 44. bemerkenswert weit vorne. 102 Starter, 33 Ausfälle.

Bis gleich, Euer Kalle

Bilder: Dirk Nottebrock (www.Rallye-Foto.de), www.Rally-Media.com

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